"Vierte europäische Woche für nachhaltige Mobilität": EU sucht Alternativen zum Pkw!
- Kommissare radelten mit Engagement voran
Europa ist in dieser Woche wieder traditionell auf der Suche nach Alternativen zum Privat-Pkw. Mehr als 1.000 Städte und Gemeinden beteiligen sich heuer an der "Woche für nachhaltige Mobilität", die noch bis Donnerstag läuft. Bereits am Sonntag war die EU-Hauptstadt Brüssel mit ihrem "autofreien Tag" an der Reihe. Am Montag radelten die EU-Kommissare Margot Wallström und Siim Kallas mit gutem Beispiel pflichtbewusst voran.
Diese vierte "europäische Woche für nachhaltige Mobilität" steht unter dem Motto "schlaues Pendeln". Die Bürger sollen dabei angeregt werden, Alternativen zum Privat-Pkw zu nutzen. Ein autofreier Tag bildet in vielen Städten und Gemeinden den Höhepunkt und Abschluss der Aktion. Folgende Initiativen sind geplant: Die Einführung besserer öffentlicher Verkehrsdienste, Fußgängerzonen im Stadtzentrum Fahrradwege und -verleih, 30 Km/h-Zonen, neue "Park-and-Ride"-Dienste sowie Datenbanken für die gemeinsame Nutzung von Autos. "Die europäische Woche für nachhaltige Mobilität ist gleichzeitig ein Aufruf an lokale Behörden, hierfür die richtigen Voraussetzungen und die geeignete Infrastruktur zu schaffen", erklärte Verkehrskommissar Jacques Barrot in einer Pressemitteilung.
Der für Umwelt zuständige Kommissar Stavros Dimas unterstrich zwar die Verbesserungen in der Luftqualität, zu denen europäische Rechtsvorschriften bisher beigetragen haben. Dennoch würden jedes Jahr hunderttausende Europäer Opfer der Luftverschmutzung. An der Suche nach Alternativen zum Auto beteiligen sich in dieser Woche neben den 25 EU-Staaten auch Kroatien Bulgarien, Rumänien, Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz sowie Brasilien, Kanada, Kolumbien, Japan, Taiwan und Venezuela.
Der "autofreie Tag" geht auf eine Initiative der EU-Kommission vor fünf Jahren zurück. Innerhalb eines Jahres beteiligten sich bis zu 1.000 Städte. Kommissar Dimas erwartet für dieses Jahr einen neuen Rekord mit 1.250 teilnehmenden Städten in und außerhalb Europas. Nach Worten des Umweltkommissars sind Privat-Pkws zu zwölf Prozent für gesundheitsschädliche Feinstaubpartikel und zu zehn Prozent für den CO2-Ausstoß in der EU verantwortlich. Darüber hinaus kommen jährlich rund 20.000 Menschen in Europa im Straßenverkehr ums Leben. (apa)
