"Rita" bald ein Hurrikan? Zugrichtung
des Tropensturm bleibt weiter ungewiss
- Momentaner Kurs auf Florida und Kuba
Der Tropensturm "Rita" steuert mit zunehmender Kraft auf die Meerenge zwischen Florida und Kuba zu. Es könne sich höchstens noch um Stunden handeln, bis er sich zu einem Hurrikan auswachse, sagte Thomas Sävert vom Wetterdienst Meteomedia am Dienstag. Zwischen Kuba und Florida sei das Wasser mit Werten um 30 Grad besonders warm, eine günstige Voraussetzung für die Bildung von Wirbelstürmen.
Ob erneut Gefahr für den US-Bundesstaat Louisiana und die vor drei Wochen vom Hurrikan "Katrina" verwüstete Stadt New Orleans besteht, konnte der Hurrikan-Experte noch nicht sagen. "Ich kann natürlich nichts ausschließen. Aber Hurrikan-Vorhersagen für mehr als drei Tage bringen nichts, das hat man bei Hurrikan "Katrina" gesehen, der eigentlich statt New Orleans den Nordwesten Floridas treffen sollte", sagte Sävert.
"Rita" streift nach bisherigen Vorhersagen den Süden Floridas und den Norden Kubas vor allem mit sehr heftigen Regenfällen. "Die südlichen Inseln der Florida Keys werden voraussichtlich voll getroffen", sagte Meteorologe Sävert. Sobald der Sturm erst einmal ein Auge gebildet habe, werde er voraussichtlich zum neunten Hurrikan der Saison. "Ich gehe davon aus, dass "Rita" Kategorie 3 bis wahrscheinlich sogar 4 auf der fünfstelligen Hurrikanskala erreicht. Nach oben hin ist alles offen. Wohin er zieht, ist ebenfalls offen. Möglich ist ein Landgang in Texas oder auch im äußersten Norden von Mexiko."
In Florida ordnete die Behörde für Katastrophenhilfe am Montag die Evakuierung der Inselkette Florida Keys an. Nach Angaben von Gouverneur Jeb Bush wurden drei Krankenhäuser und zwei Altenheime geräumt und die Patienten und Gäste in Sicherheit gebracht. "Rita" wirbelte Dienstag früh mit Mittelwindgeschwindigkeiten von rund 110 Kilometern in der Stunde, in Spitzenböen bereits mit 140.
(apa/red)
