"trend"-Umfrage vor Wahlen: Optimismus in Wien, Pessimismus in der Steiermark
- Die Steirer sind im Gegensatz zu den Wienern mit ihrer wirtschaftlichen Lage sehr unzufrieden
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Das Wirtschaftsmagazin trend berichtet in seiner aktuellen Ausgabe, dass 38 Prozent der Wiener glauben, dass es ihnen besser als den übrigen Österreichern geht. Nur sechs Prozent meinen, die Lage in Wien sei schlechter als im übrigen Österreich. In der Steiermark überwiegt dagegen der Pessimismus. Nur 18 Prozent der Steirer meinen, ihre eigene Lage sei besser, als die der übrigen Österreicher, 19 Prozent glauben, ihre eigene Lage sei schlechter.
Anlässlich der im Oktober stattfindenden Landtagswahlen in Wien und der Steiermark befragte das Linzer Marktforschungsinstitut market im Auftrag des trend die Steirer und Wiener, wie sie ihr eigenes Bundesland im Vergleich zum Rest von Österreich einschätzen. "Die Stimmungslage zwischen den beiden Bundesländern ist unterschiedlich", sagt market-Institutsleiterin Birgit Starmayr. "Die Wiener sind glücklich, was gerade für eine Großstadt eher ungewöhnlich ist. In der Steiermark herrscht dagegen Unzufriedenheit. Die Menschen sind sehr kritisch geworden."
Den größten Pessimismus haben die Steirer bei den Themen Verkehr, Infrastruktur und Transit. 42 Prozent meinen, die Verkehrssituation sei schlechter, nur 21 Prozent sie sei besser als im Rest von Österreich. Die Wiener Vergleichsdaten: 14 Prozent glauben die Verkehrssituation wäre schlechter, 55 Prozent sie wäre besser als im übrigen Österreich. Pessimismus gibt es in der Steiermark weiters bei den Themen Sicherung von Arbeitsplätzen, Maßnahmen zur Konjunkturbelebung und wirtschaftliche Entwicklung, berichtet der trend weiters. In Wien überwiegt bei diesen Themen dagegen der Optimismus.
60 Prozent der Steirer meinen, dass die Politiker an der Arbeitslosigkeit schuld sind, weil sie es nicht schaffen, neue Unternehmen anzusiedeln. Dagegen schreiben nur 40 Prozent der Wiener den Politikern dieses Versagen zu. Starmayr: "Die Ursache der Probleme wird speziell in der Steiermark den eigenen Politikern zugeschrieben. Das könnten Vorboten eines politischen Wechsels sein."
