Vor EU-Verhandlung mit Türkei: Schüssel will keine Arbeitsmarkt-Öffnung für Türken
- Schüssel für "permanente Ausnahmeregelungen"
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Alle Staaten sind dafür: Gespräche ab 3. Oktober
Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) will den österreichischen Arbeitsmarkt vor dem Andrang türkischer Arbeitskräfte schützen, unabhängig davon, wie die am 3. Oktober beginnenden EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei ausgehen. Das sagte der Kanzler am Samstag im Rande der Festlichkeiten anlässlich des 60. Jahrestags der Länderkonferenz in Wien.
Eine Öffnung des österreichischen Arbeitsmarkts für türkischer Arbeitskräfte "wird es sicher nicht geben", so Schüssel. Der Regierungschef denkt in diesem Zusammenhang, wie er selbst sagte, an "permanente Ausnahmeregelungen".
Schüssel bekräftigte einmal mehr die Haltung der Bundesregierung, die den Vollbeitritt der Türkei zur Union nicht als einziges Ziel der Beitrittsverhandlungen formuliert haben will. Er zeigte sich überzeugt, dass sich Österreich in dieser Sache auch bei anderen EU-Mitgliedern durchsetzen werde. Derzeit sei man aber noch "das einzige Land, das diese Argumentationslinie" fahre.
(apa/red)
