Samstag, 24. September 2005

Lob für den Föderalismus: 60-Jahr-Feier der 1. Länderkonferenz in Wien begangen

  • Bundespräsident und Bundeskanzler als Festredner

Mit einem Festakt im ehemaligen Niederösterreichischen Landhaus hat das offizielle Österreich am Samstag den 60. Jahrestag der ersten Länderkonferenz begangen. Bemerkenswerter Weise war ausgerechnet der derzeitige Vorsitzende der Länderkonferenz, Kärntens Landeshauptmann Haider, sowie die derzeit im Wahlkampf befindlichen Landeshauptleute Klasnic aund Niessl nicht anwesend.

Die Festredner - Bundespräsident Fischer, Bundeskanzler Schüssel sowie die Landeshauptleute - lobten das erfolgreiche Modell eines föderalistischen Staates und zogen dabei Parallelen zur europäischen Gemeinschaft. Fischer rief dazu auf, die Gemeinsamkeiten eines geeinten Europa nicht zu übersehen und für künftige Generationen die richtigen Weichenstellung vorzunehmen - so wie es damals die Gründungsväter der Republik getan hätten.

"Die erste Länderkonferenz vor genau 60 Jahren war geprägt von einem beträchtlichen Willen zum Konsens", so der Bundespräsident. Nach der Einigung sei den Konferenzteilnehmern die Erleichterung über die erfolgreiche Sitzung ins Gesicht geschrieben gewesen.

Der Bundeskanzler zog in seiner Ansprache ebenfalls Parallelen zur föderalistischen Struktur der EU. "Die EU ist manchmal mühsam und teuer, aber insgesamt ist sie ein Erfolg versprechendes Konzept, ein gemeinsames Europa bietet faszinierende Perspektiven, betonte Schüssel. "Es ist zugegebener Maßen manchmal schwierig, den Interessenausgleich zu wahren. Aber es ist auch wichtig, zu diesem Prinzip zu stehen." (apa)

24.9.2005 14:34