Samstag, 24. September 2005

"profil": Bestellte Eurofighter nicht lieferbar

  • Bundesheer erhält Maschinen aus älterer Tranche
  • Verteidigunsministerium Berling: Nachrüstung später

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, gibt es Verzögerungen bei der Anschaffung von Eurofighter-Abfangjägern für das Bundesheer. Laut "profil" kann der Hersteller, die Eurofighter Jagdflugzeug GmbH in München, den vertraglich vereinbarten Liefertermin im Mai 2007 für die von der Regierung bestellten Maschinen nicht einhalten.

Dies geht aus einem so genannten "Sachstandsbericht über den Fortschritt des Vorhabens Eurofighter" des deutschen Verteidigungsministeriums an den Bundestag hervor. Laut diesem Bericht seien im Mai 2007 noch keine Luftfahrzeuge aus der zweiten Tranche der Eurofighter-Produktion verfügbar.

Der Inhalt des Berichts wurde "profil" von einem Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin bestätigt.

Statt Eurofighter der technisch weiterentwickelten zweiten Tranche sollen nun sechs Maschinen aus der älteren ersten Baureihe an das Bundesheer geliefert werden. Damit soll verhindert werden, dass Österreich ein vertraglich vereinbartes Rücktrittsrecht ausübt. Die Maschinen werden dem Bundesheer von den Luftwaffen der Hersteller-Länder Deutschland, Großbritannien, Italien und Spanien überlassen und befinden sich laut "profil" derzeit in Produktion. Sie sollen zu einem späteren Zeitpunkt auf den Standard der zweiten Tranche nachgerüstet werden.

24.9.2005 09:22