Freitag, 23. September 2005

Von wegen "guter Bergluft": 13 Tiroler Hüttengäste erlitten Gasvergiftung

  • Verletzte aus Salzburg, Deutschland & Großbritannien
  • Mit Überkeit und Kopfschmerzen ins Krankenhaus

Der Besuch einer Hütte in Neustift im Tiroler Stubaital hat am Donnerstagabend für 13 Gäste im Krankenhaus geendet. Sie erlitten eine Kohlenmonoxyd-Vergiftung. Schuld war laut Polizei ein defekter Gasofen.

Gegen 20.00 Uhr wurden die Besucher der vom Deutschen Alpenverein betriebenen Starkenburgerhütte (2.237 Meter) im Gastraum plötzlich von Übelkeit, Benommenheit und Kopfschmerzen befallen. Daraufhin verständigte der Hüttenwirt die Rettung. Die Personen, die sich in unterschiedlichem Gesundheitszustand befunden hatten, wurden ins Tal und dann weiter in die Krankenhäuser nach Innsbruck und Hall gebracht. Drei Verletzte stammen aus Salzburg, sechs aus Deutschland und vier aus Großbritannien.

Die Ursache für den Zwischenfall war zunächst unklar. Zuerst war man von einer möglichen Lebensmittelvergiftung ausgegangen. Der Hüttenwirt hatte aber auch einen Gasunfall nicht ausgeschlossen.

Die alarmierte Feuerwehr führte schließlich in der Hütte Messungen durch. Der im Keller befindliche Gasofen wurde sodann außer Betrieb gesetzt. Bei dem Gerät handelt es sich um eine so genannte Blockheizkraftanlage. Diese wird für die Stromerzeugung und die Warmwasseraufbereitung verwendet.

23.9.2005 11:56