Freitag, 23. September 2005

Traurige Statistik: Mehr Opfer durch Selbstmord als Vekehrstote in Österreich

  • Zahl der Suizide aber seit 80er Jahren rückläufig
  • Mehr Männer als Frauen bringen sich selber um

Die Zahl der Selbstmorde ist in Österreich seit Mitte der achtziger Jahre rückläufig, berichtete Dr. Claudius Stein vom Kriseninterventionszentrum (KIZ). Hatten damals noch rund 2.100 Menschen Suizid verübt, waren es im Vorjahr 1.418 - allerdings sind dies noch immer deutlich mehr Opfer als Verkehrstote (878). Das Geschlechterverhältnis von 3 zu 1 zwischen Männern und Frauen entspricht den internationalen Zahlen.

Bei den Suizidraten nimmt Österreich mittlerweile einen Platz im Mittelfeld ein - innerhalb der Alpenrepublik liegen Kärnten und die Steiermark an der Spitze des traurigen Rankings, während Burgenländer das löbliche Schlusslicht bilden. Das Selbstmordrisiko nimmt bei Männern mit zunehmendem Alter kontinuierlich zu, während es bei Frauen gleich bleibt, die auch mehr professionelle Hilfe in Anspruch nehmen als das starke Geschlecht. Als Suizidmethode wird von 50 Prozent der Männer und 40 Prozent der Frauen das Erhängen gewählt, berichtete Univ-Prof. Dr. Gernot Sonneck vom Kriseninterventionszentrum am Donnerstagabend bei einer Veranstaltung der Initiative Qualität im Journalismus (IQ) in Wien.(apa/red)

23.9.2005 10:11