Freitag, 23. September 2005

Folgenschwerer Ehekrach: Versuchter Mord und anschließender Selbstmord in Kematen

  • Mann stach auf Gattin ein und sprang vor den Zug
  • 18-Jährige überlebt, 22-Jähriger von Lok getötet

Ein blutiges Ende hat am Donnerstag ein Ehestreit in Kematen an der Krems (Bezirk Linz-Land) in Oberösterreich genommen. Nachdem ein 22-jähriger Rumäne seine um vier Jahre jüngere Ehefrau mit einem Messer attackiert und lebensgefährlich verletzt hatte, verübte der Mann Selbstmord.

Bereits kurz nach der Hochzeit Ende Mai sei es laut Exekutive zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen. Vor wenigen Wochen trennte sich die 18-jährige Deutsche von ihrem Mann, der nach Rumänien zog. Erst kürzlich kehrte er wieder nach Kematen zurück.

Donnerstagnachmittag kam die Frau während einer Arbeitspause in die Wohnung, wo ihr Ehemann, der einen Schlüssel besaß, sie abpasste. Laut Auskunft anderer Hausbewohner bedrohte der Rumäne vermutlich im Zuge einer Aussprache die Frau mit dem Umbringen und stach ihr mit einem Jausenmesser mehrmals in den Hals. Dabei brach die 14 Zentimeter lange Klinge ab. Die 18-Jährige dürfte sich heftig gewehrt haben, so die Sicherheitsdirektion.

Angehörige und Hausbewohner wurden auf den Kampf aufmerksam und eilten zu Hilfe. Die Mutter und die Schwester des Opfers öffneten gewaltsam die Wohnungstür. Noch immer stach der Mann auf seine bereits wehrlos am Boden liegende Frau ein. Kurz darauf ließ er von ihr ab und flüchtete. Die 18-Jährige wurde mit dem Hubschrauber in das Krankenhaus Wels geflogen, sie befand sich am Freitag in akuter Lebensgefahr.

Der Tatverdächtige warf sich nach dem Mordversuch vor einen Zug. Er wurde von der Lok erfasst, mitgeschleift und getötet. (apa/red)

23.9.2005 08:05