Polizei nimmt Hanfplantage hoch: 240
Stauden im Tiroler Unterland entdeckt
- Suchtgiftkonsumentin gab Beamten den Hinweis
Nicht schlecht gestaunt hat die Polizei bei einer Hausdurchsuchung im Tiroler Unterland. Die Beamten entdeckten eine Hanfplantage mit nicht weniger als 240 Stauden. Eine Suchtgiftkonsumentin hatte die Ermittler auf die Spur gebracht.
Bei der amtsbekannten Frau waren am Montag im Zuge eines Kontrollschwerpunktes im Raum Kössen 45 Gramm Cannabisharz gefunden worden. Bei ihrer Einvernahme nannte sie einen Dealer. Der 26-jährige Drucker aus dem Unterinntal gestand in der Folge, zusammen mit seinem Komplizen, einem 30-jährigen Unterinntaler Koch, seit 2003 in einem Haus in Kössen (Bezirk Kitzbühel) eine größere Hanfplantage zu betreiben.
Im unbewohnten Erdgeschoss stießen die Beamten dann auf insgesamt 240 Hanfstauden in Blumentöpfen. In einem zweiten Raum entdeckten sie eine professionelle Trocknungsanlage mit 820 Gramm getrockneten Hanfblüten. Weiters wurden ein Automat zur Gewinnung von Harzpulver sowie diverse Chemikalien sichergestellt.
Laut Polizei kann vorerst von einem Produktionsreingewinn von 65.000 Euro ausgegangen werden. Allein der stündliche Stromverbrauch für die Trocknung der Hanfpflanzen belaufe sich auf 16.000 Watt. Dieser Strom wurde illegal aus dem öffentlichen Stromnetz entnommen.
(apa)
