Schwerer Unfall auf der Westautobahn: Pkw kracht gegen Brückenpfeiler - fünf Tote!
- Vollbesetztes Auto mit rumänischem Kennzeichen
- PLUS: Zwei Tote bei weiterem Unfall nahe Amstetten

Sieben Todesopfer haben am Donnerstag binnen weniger Stunden zwei Verkehrsunfälle auf der Richtungsfahrbahn Salzburg der Westautobahn (A1) in Niederösterreich gefordert. Die folgenschweren Karambolagen ereigneten sich nahe Loosdorf (Bezirk Melk) bzw. Strengberg (Bezirk Amstetten). Alle Opfer dürften aus Rumänien stammen. Beide Unfälle waren nach Polizeiangaben vermutlich auf Sekundenschlaf zurückzuführen.
Bei Loosdorf stieß gegen 9.00 Uhr ein vollbesetzter VW Passat mit rumänischem Kennzeichen gegen einen Brückenpfeiler. Nach den Erhebungen der Autobahnpolizei war der Wagen rechts von der Fahrbahn abgekommen und auf den Grünstreifen geraten. Beim Anprall an die Brücke wurden alle fünf Insassen vermutlich auf der Stelle getötet. Alter und Geschlecht der Opfer waren vorerst nicht bekannt.
Nächtlicher Verkehrsunfall: Zwei Tote
Zwei weitere Menschenleben hatte bereits kurz nach Mitternacht ein Verkehrsunfall bei Strengberg gefordert. Nahe der Raststation war ein von einem 27-jährigen Rumänen gelenktes Auto zu weit an den Mittelstreifen geraten und gegen einen Kanaldeckel gestoßen. Das Fahrzeug überschlug sich mehrmals und kam quer zur Fahrbahn zum Stillstand.
Ein im Fond sitzender 20-jähriger Rumäne wurde aus dem Auto geschleudert und kam auf dem dritten Fahrstreifen zu liegen. Der Notarzt konnte nur mehr den Tod des Mannes feststellen. Ebenfalls getötet wurde der 25-jährige Beifahrer aus Rumänien, der von der Feuerwehr aus dem Wagen geborgen werden musste. Der Lenker erlitt Verletzungen unbestimmten Grades. Er wurde mit dem Notarztwagen ins Klinikum Mostviertel in Amstetten gebracht. Die drei Männer waren auf dem Weg zu ihrer Arbeitsstätte nach Spanien unterwegs gewesen.
Laut Verkehrsclub Österreich (VCÖ) starben im vergangenen Jahr 125 Menschen bei Verkehrsunfällen auf Autobahnen, 3.872 wurden verletzt. 2003 betrug die Zahl der Toten 108. Zu hohes Tempo und zu geringer Abstand seien die Hauptursachen der tödlichen Verkehrsunfälle. 38 Prozent der Karambolagen waren Alleinunfälle, 47 Prozent Auffahrunfälle, zehn Prozent passierten beim Überholen, so der VCÖ, der die Forderung nach mehr Verkehrskontrollen erhob.
(apa/red)
