Schulmord in Wien: Mutmaßlicher Täter war
wegen Gewalttätigkeiten "amtsbekannt"
- NEWS: Schon im Jahr 2004 fiel Nikola N. zwei Mal auf
- Das Jugendgericht verzichtete auf eine Bestrafung
·Voruntersuchung wegen Mordes in Wien
Ursachenforschung nach tödlichem Streit an Schule
·Verdächtiger streitet den 2. Messerstich ab
Bluttat in Wiener Schule gibt neue Rätsel auf
·Bluttat in Wiener Schule endet tödlich
14-Jähriger nach Messer- angriff in Spital gestorben
·Furchtbare Bluttaten an unseren Schulen
Tragischer Höhepunkt: Schüler erschoss Lehrerin
·Verletzungen werden
immer brutaler
Gewaltbereitschaft an Schulen aber konstant
·Genauere Kontrollen sind nicht möglich
Direktor der Schule nach der Tat schwer geschockt
Nikola N., jener mutmaßliche Täter, der am 15. September in einem Wiener Polytechnikum einen Mitschüler erstochen hat, war den Behörden längst amtsbekannt. Das deckte eine September-Ausgabe des Nachrichtenmagazin NEWS auf und schilderte die Vorfälle im Detail:
Demnach hat der damals 14jährige Nikola am 5. Oktober 2004 beim Wiener Ostbahnhof Steine auf fahrende Autos geworfen und ein Fahrzeug derart schwer getroffen, dass es zu einer Festnahme kam. Im Polizeiverhör zeigte sich der Bub jedoch ungerührt: "Ich hab schon gewusst, dass jemand zu Schaden kommen könnte. Das war mir aber eigentlich egal."
Knapp zwei Monate später, am 7. Dezember 2004, schmiss Nikola eine Getränkeflasche gegen den Kopf einer Mitschülerin, so dass das Mädchen eine Platzwunde oberhalb des Auges erlitt und in Spitalsbehandlung musste. In diesem Fall entschuldigte sich der Täter wie folgt: "Sie hat die Flasche zuerst auf mich geworfen, ich habe nur zurück geschossen."
Ganz ähnlich rechtfertigte sich der 15Jährige übrigens nun nach der tödlichen Messerstecherei im Polytechnikum Wien-Währing. Beide Vorfälle waren gerichtsanhängig, wurden jedoch nach Paragraph 6 des Jugendgerichtsgesetzes zurückgelegt. Allerdings bekam Nikola zwei "Belehrungen" durch das Pflegschaftsgericht. Aus Datenschutzgründen hatte der Direktor der jetzigen Schule vom "Sündenregister" des Nikola N. nichts erfahren.
Noch mehr Infos finden Sie in der aktuellen Ausgabe von NEWS
