Montag, 19. September 2005

Mit knapp 95 Prozent: Khol in Graz zum neuen ÖVP-Seniorenbundobmann gewählt

  • Hofft auf eine weitere Periode im Nationalrat

Mit einem Votum von knapp 95 Prozent (der 158 gültigen Stimmen) ist Nationalratspräsident Andreas Khol am Dienstag beim Bundes-Seniorentag in Graz zum neuen Obmann des ÖVP-Seniorenbundes gewählt worden. Khol folgt in dieser Funktion dem im Juni verstorbenen Stefan Knafl nach. Khol bezeichnete die mit 300.000 Mitgliedern größte Teilorganisation der Volkspartei als "wichtigen Stern am Himmel der Bürgergesellschaft" und kündigte an, auch in der nächsten Legislaturperiode im Nationalrat zu bleiben, wie er hoffe, wieder als Nationalratspräsident.

Er habe in der Seniorenarbeit drei Vorbilder: "Die Entschlusskraft und die Liebe zum offenen Wort von Hermann Withalm, den Witz und den begeisterten Patriotismus von Franz Wegart und die Vision für die Senioren als goldene Generation, den Fleiß und die Beharrlichkeit von Stefan Knafl", sagte Khol. Seine neue Tätigkeit sei als ein deutlicher Ausdruck dafür zu werten, dass Senioren von heute "gleichberechtigt in der Gesellschaft mitarbeiten können und Alter keine politische Kategorie mehr ist".

Als Schwerpunkte seiner Arbeit nannte der neue Seniorenbund-Obmann die Wertsicherung der Pensionen und die Anhebung der Mindestpensionen über die Armutsgrenze. Außerdem stellt er sich einen von den Finanzausgleichspartnern gestalteten Heizkostenzuschuss zur Abgeltung der gestiegenen Energiepreise für Bedürftige vor. Langfristig müsse zudem der Zugang für alle zu einer erstklassigen Gesundheitsversorgung gesichert bleiben und die sachgerechte Gestaltung des Pflegesystems im Rahmen der gesetzlichen Sozialversicherung aufrechterhalten werden. Dazu komme die volle Mitsprache bei den Reformen im Pensions- und Gesundheitswesen, so Khol.

Abschließend leistete der Seniorenbund-Obmann Schützenhilfe für die Wahl kämpfende steirische ÖVP-Chefin Landeshauptfrau Waltraud Klasnic. Sie sei die einzige, "die für jeden Sturm einen Anker und für jeden Wind ein Segel hat. Sie kennt das Schiff, sie kennt den Kurs, sie kennt die Mannschaft", formulierte Khol in seinem Wahlaufruf. (apa/red)

19.9.2005 22:18