Montag, 19. September 2005

Rupert Riedl ist tot: Umweltschützer und Biologe verstarb im 81. Lebensjahr in Wien

  • Bekannt durch Bücher und TV-Dokumentationen

Der bekannte Biologe und Umweltschützer Rupert Riedl ist in der Nacht auf Montag 80-jährig in Wien gestorben. Diese Meldung wurde von dem von Riedl gegründeten Konrad-Lorenz-Institut für Evolutions- und Kognitionsforschung in Altenberg in Niederösterreich bestätigt. Nähere Details über die Umstände des Ableben Riedls sind vorerst noch nicht bekannt.

Riedl, der seine Forscherlaufbahn als Meeresbiologe begann, war einer der wenigen Wissenschafter, die sich mit Recht "Biologe" nennen konnten: Es ist ihm nicht nur gelungen, in mehreren Teilgebieten dieser Disziplin echte Standardwerke zu schaffen, er hat bei aller Genauigkeit im Detail auch den Blick für "das Ganze" nicht verloren. Später wandte er sich der Theorie zu und entwickelte die von den beiden österreichischen Nobelpreisträgern Karl Popper und Konrad Lorenz begründete "Evolutionäre Erkenntnistheorie" (EE) weiter.

Einer breiten Öffentlichkeit wurde Riedl durch Bücher und TV- Dokumentationen wie "Die Gärten des Poseidon" bekannt, in der er Schönheiten, aber auch die nachhaltigen Veränderungen im europäischen Mittelmeer aufzeigte. Er war aber auch ein engagierter Kämpfer für den Naturschutz, nicht zuletzt war er eine der Galionsfiguren der Hainburg-Bewegung.

(apa)

19.9.2005 13:07