Vandalenakt: Zwei Schüler rissen mehr als 100 Pakete im Hauptpostamt von Linz auf!
- 12- und 14-Jähriger wurden auf frischer Tat ertappt
- Vandalenakte von Jugendlichen auch im Bezirk Perg
Zwei jugendliche Einbrecher haben am Sonntag im Hauptpostamt in Linz mehr als 100 Pakete aufgerissen und daraus Wertgegenstände gestohlen. Die beiden zwölf und 14 Jahre alten Burschen wurden von einer Angestellten erwischt, berichtete die Polizei in einer Presseaussendung am Montag.
Sonntagmittag verließen die zwei Schüler die Landesnervenklinik, in der sie zur Behandlung waren, und machten sich auf den Weg zum Hauptbahnhof. Dort stahlen sie zwei abgestellte Fahrräder. Nach stundenlangen Spritztouren durch Linz fuhren sie wieder zurück zum Bahnhof und zwängten einen Rollladen zu einer so genannten Rutschenhalle des Postamtes auf. Diese dient zur Sortierung und Versendung von Paketen.
In der Halle rissen sie über 100 Pakete auf, die vorwiegend Schmuck und technische Geräte enthielten, so die Polizei. Noch im Gebäude wurden sie von einer Angestellten auf frischer Tat ertappt. Die alarmierten Polizisten durchsuchten die beiden Tatverdächtigen, die einige gestohlene DVDs bei sich hatten. In der Nähe der Halle entdeckten die Beamten in einem Container einen "Unterschlupf" der Schüler. Dort hatten die Burschen weitere DVDs und Schmuck gelagert.
Das Duo war geständig. Als Motiv für den Einbruch gaben die Tatverdächtigen an, sie hätten ursprünglich nur in der Halle übernachten wollen. Die Pakete hätten sie - als sie aus Langeweile im Gebäude herumstreiften - "gefunden". Der Zwölfjährige, der noch strafunmündig ist, wurde in das Spital zurückgebracht, der 14-Jährige wurde Montagvormittag noch einvernommen. Die Höhe des entstandenen Schadens war vorerst nicht bekannt.
Jugendliche wüteten auch im Bezirk Perg
Jugendliche Vandalen haben am Wochenende im Bezirk Perg in Oberösterreich ihr Unwesen getrieben. Die vier Burschen im Alter von 13 bis 17 Jahren wüteten nicht nur in einem Freibad, sie rissen zudem ein Verkehrsschild aus und legten es quer über eine Fahrbahn. Die Tatverdächtigen konnten ausgeforscht werden, berichtete die Sicherheitsdirektion in einer Presseaussendung am Montag.
Ihre Vandalenakte beging das Quartett in der Nacht auf Freitag. In dem Freibad schnitten die Burschen die Kabel der Lautsprecher durch, warfen Sessel, Sitzgarnituren, Tische, Mistkübel, Schirmständer und Werbetafeln in das Schwimmbecken und rissen im Bereich der Kassen die Plastik-Verglasung herunter. Zudem versuchten sie die Tür zu den Umkleideräumen aufzubrechen, was ihnen jedoch misslang.
Damit nicht genug: Sie sollen einen Fahrradständer und eine Sitzbank quer über eine Fahrbahn gestellt sowie einen Kanaldeckel entfernt haben. Bei einer Kreuzung wurde ein Fahrverbotsschild samt Betonverankerung ausgerissen und ebenfalls quer über die Straße gelegt. Ein Anrainer entdeckte die Gegenstände, die von alarmierten Polizisten weggeräumt wurden.
Als Tatverdächtige wurden die vier Jugendlichen ausgeforscht, sie seien geständig, so die Sicherheitsdirektion. Ein Motiv konnten sie nicht nennen. Der angerichtete Schaden beträgt mehrere tausend Euro. Zwei Burschen sind noch strafunmündig, die beiden anderen wurden angezeigt.
(apa)
