World Cyber Games: Österreicher kämpfen in Wien um Ticket für die Computerspiel-WM
- Die Gewinner dürfen zum WCG-Finale in Singapur
- 104 Finalisten am 16. und 17. 9. im Wiener Rathaus

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Tickets fürs Nationalteam werden in Wien erkämpft
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12 Österreicher waren in San Francisco mit dabei
Sieht so die Zukunft des Sports aus: Akrobaten am Joystick, Virtuosen an der Mouse und schnellste Reaktion beim Tastendrücken? Wenn man sich die rasante Entwicklung der World Cyber Games (WCG) ansieht, dann könnte man es fast glauben. Heute und morgen werden im Wiener Rathaus die rot-weiß-roten Teilnehmer bestimmt, die im November in Singapur um die Weltmeisterschaft in acht verschiedenen Spielen antreten werden.
Kampf um's Finalticket
Ein wenig hört es sich wie ein Albtraum für Fußball-Teamchef Hans Krankl an: Immer mehr Kids setzen auf E-Sports statt auf körperliche Bewegung. Mittlerweile machen weltweit mehr als eine Mio. Jugendliche aus 70 Staaten bei der Weltmeisterschaft mit, berichtete Stefan Baloh, WCG-Hauptverantwortlicher in Österreich. Und anders als beim Kampf um das runde Leder dürften sich die 13 heimischen Vertreter nicht beim Finale blamieren. Nachdem ein Österreicher im Vorjahr einen zweiten Platz ergattern konnte, hofft Baloh diesmal auf zwei Plätze unter den ersten Zehn.
104 Finalisten
Zuvor müssen sich die Kids aber noch qualifizieren: 104 von rund 6.000 Bewerbern sind übrig geblieben, um sich an diesem Freitag und Samstag im Rathaus miteinander zu messen. Angetreten wird in acht Bewerben, davon sechs Computer- und zwei Konsolenspielen wie etwa Fifa Soccer, War Craft III oder Star Craft.
WCG: 400.000 Dollar Siegesprämie
Während die Spiele-Freaks in einem abgetrennten Bereich völlig ungestört bleiben, hofft Baloh auf zahlreiche Besucher, die bei freiem Eintritt jeweils ab 11.00 Uhr an den beiden Tagen auf Leinwänden das Geschehen verfolgen und lautstark mitjubeln können. Während es beim heimischen Finale vor allem um die Ehre geht, an den WCG teilnehmen zu dürfen, warten in Singapur auf die Sieger beachtliche Siegprämien: Mehr als 400.000 Dollar (324.860 Euro) in cash sowie zahlreiche Sachpreise machen das Event zu einer durchaus lukrativen Angelegenheit für die rund 800 Teilnehmer.
Begabung und Training
Um sich gegen die internationale Konkurrenz durchzusetzen, braucht man laut Baloh vor allem Begabung - und jede Menge Training an zwei bis vier Tagen pro Woche. Das Alter der Spieler reicht von 16 bis 24 Jahren. Mit 30 gehört man jedoch gegenüber den Kids, die praktisch mit der Maus statt mit dem Schnuller aufgewachsen sind, schon zum alten Eisen. Dann wird es wohl auch nichts mehr mit der Zweit-Karriere als Fußballer - auch wenn man zuvor am Computer bei Fifa Soccer schon mehrfacher Weltmeister geworden ist. (apa/red)
