Betreuung beliebter als Online-Banking:
Nur 30 Prozent bevorzugen Net-Abwicklung
- Jüngere erledigen Finanzgeschäfte häufiger am PC
- Pishing-Methoden werden jetzt immer raffinierter
·Neue Bemühungen um Datenschutz & Co
Neue Technologien sollen Identitätsklau erschweren
·Banken machen jetzt Net-Banking sicherer
Nutzen Anti-Phishing-Tools & digitale Signatur
·Anti-Phishing-Tool von Microsoft kommt
Schutz steht bald allen XP-Usern zur Verfügung
Die persönliche Betreuung in der Bankfiliale schlägt in Sachen Beliebtheit das Internet-Banking klar. Laut einer aktuellen Umfrage bevorzugen 68 Prozent der Bankkunden den direkten Kontakt mit ihrem Betreuer, nur 30 Prozent erledigen ihre Finanzgeschäfte lieber am Computer. Der Rest ist unentschlossen. Das ist das Ergebnis einer Studie der Karmasin-Forschung.
Jüngere mögen Online-Banking
Die "objektive und umfassende" Beratung durch einen Kundenbetreuer steht demnach ganz ober auf der Wunschliste der Bankkunden. Laut der Marktforscherin Sophie Karmasin bevorzugen vor allem ältere Kunden den persönlichen Kontakt. Das Internet-Banking erhält in der Gruppe der 18- bis 29-jährigen den meisten Zuspruch. Bis zu 45 Prozent bevorzugen hier die Online-Geschäftsabwicklung. Auch bei Personen in der Altersgruppe zwischen 30 bis 40 Jahre liegen die Werte noch über dem Durchschnitt.
Wie Karmasin hervorhob, sind auch Personen mit höherem Einkommen sowie jene mit höherer Bildung am ehesten bereit, statt einer Bankfiliale ein Internet-Portal zu besuchen. Wobei in sämtlichen Kategorien die Mehrheit für die Betreuung am Schalter votiert. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei den Selbstbedienungs-Zonen in den Banken: Es sind wieder die jüngeren Menschen (18 bis 29 Jahre), die auf flexible Öffnungszeiten und Selbstbedienung Wert legen. Bei der Studie wurden unter anderem 500 telefonische Interviews durchgeführt. Auch fast 100.000 Fragebögen wurden verteilt.
Pisher werden immer raffinierter
Experten warnen vor neuen Techniken im Bereich Phishing. So reagiert die Phishing-Szene auf die zunehmend anspruchsvolleren Schutzmaßnahmen einiger Bankinstitute mit immer ausgefeilteren Methoden, um dennoch an das Geld der Kunden zu kommen. Als Antwort auf die verstärkten Sicherungsmaßnahmen reagieren auch die Phisher mit immer durchdachteren Techniken, berichtet de.internet.com.
Denn während die Maßnahmen der Banken darauf setzen, dass die Phisher sich mit den gekaperten Informationen nicht mehr für den Überweisungsprozess anmelden können, wurden von den Experten bereits einige Phishing-Versuche mittels gezielter Trojanerattacken identifiziert: Hier werden Trojaner (wie zum Beispiel W32/Grams) eigens dazu konzipiert, im Hintergrund genau zu verfolgen, welche Web-Seiten der Anwender besucht. Nur wenn der User sich auf einer avisierten Webseite einloggt, greift der Trojaner aktiv in die Session ein und transferiert das Geld zu seinen Gunsten, nachdem der Bankkunde den Login-Vorgang beendet hat. Dieser Vorgang lauf im Hintergrund ab, so dass das Opfer erst einige Tage später die Auswirkungen zu spüren bekommt.
Kunden sollten Druck ausüben
Phisher versuchten also nicht länger nur noch Username und Passwort zu rauben, sondern setzen spezielle Malware ein, die den Zeitpunkt der Transaktion abpasst und den Raub komplett für sie ausführt. Die Online-Banking-Kunden sollten deshalb verstärkt Druck auf ihre Internet-Service-Provider ausüben, damit diese über eine sichere Infrastruktur Gefahren wie Trojaner und Phishing-Mails gleich an der Quelle abwehren und diese gar nicht erst die Rechner von Endkunden befallen könnten. (apa/red)
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