Der neue Teamchef
- Ivica Osim: Ich will wieder zurück nach Österreich

Wunderheiler. Ex-Sturm-Trainer Ivica Osim kehrt Japan den Rücken. Und ist der erste Kandidat für die Nachfolge von Hans Krankl.
Aus Für Krankl. Warum ÖFB-Boss Stickler mit seinem Teamchef gebrochen hat. Und wer über den Neuen abstimmen wird.
Obwohl der Fußball-Professor im fernen Japan sitzt, ist Ivica Osim über die enttäuschende Vorstellung der österreichischen Nationalmannschaft in der WM-Qualifikation bestens informiert. Und macht sich neben seiner täglichen Trainerarbeit beim japanischen Vizemeister JEF United auch so seine Gedanken über die Zukunft des rotweißroten Teams, das in weniger als 1.000 Tagen bei der EURO 2008 vor eigenem Publikum den ganz großen Fußballnationen Europas Paroli bieten soll: Wenn ich sehe, dass im Team noch immer die älteren Spieler die besten sind, dann kann etwas nicht stimmen.
EURO-fit mit Osim. Nach dem offensichtlich endgültigen Bruch zwischen ÖFB-Präsident Friedrich Stickler und Teamchef Hans Krankl tauchte schon bisher neben Josef Hickersberger, Kurt Jara oder Walter Schachner auch der Name Ivica Osim immer wieder in den Spekulationen über einen möglichen Nachfolger für den glücklosen Ex-Goleador auf. Seit aber Stickler den gebürtigen Bosnier in aller Öffentlichkeit zum Ehrenösterreicher ernannt hat, gilt Osim als jener Mann, mit dem der ÖFB-Boss spätestens ab Jänner 2006 Ivanschitz & Co fit für die Heim-EM 2008 trimmen will. Denn Stickler hat sich grundsätzlich auf einen Österreicher als Krankl-Nachfolger festgelegt mit einer einzigen Ausnahme: Es gibt Ausländer, die sich wie Baric einen Status als Österreicher erarbeitet haben und dazu würde ich Osim zählen.
Eine Idee, mit der sich neben Stickler immer mehr Entscheidungsträger im Fußballbund, aber auch in der Bundesliga anfreunden können. Auch Liga-Präsident Frank Stronach, der Krankl angeblich vor vier Jahren als Teamchef durchgeboxt hat, soll in Osim mittlerweile jenen Wunderheiler sehen, der die Nationalmannschaft aus der sportlichen Talsohle führen könnte. Immerhin wollte der Magna-Boss selbst den ehemaligen Sturm-Erfolgscoach wiederholt zu seiner Austria umdirigieren. Vergeblich.
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