Frank Stronach: Ich musste da helfen!

Der Austrokanadier rettete 280 Katrina-Opfer und baut ihnen gleich ein ganzes Dorf als Starthilfe. In NEWS verräte er seine Motive.
Die Flüchtlinge sind gelandet. Mit müden Schritten schleppt sich der zehnjährige Dajohn Bailey über die Landebahn des Flughafens in Montgomery, Alabama. In der Hand hält er einen Müllsack
mit ein paar Habseligkeiten, so Magna-Mitarbeiterin Marcela Krajny, eine Augenzeugin. Freiheit! Freiheit!, ruft der Kleine plötzlich. Die mit ihm angekommenen Überlebenden des Jahrhundertsturms Katrina schauen nicht einmal auf. Sie bieten ein erschütterndes Bild, mit ihren paar Fetzen am Leib, ihren leeren Blicken, aus denen Erschöpfung spricht.
Am Tag danach hat sie das Leben wieder. Geduscht, frisiert und neu eingekleidet sitzen die Katrina-Flüchtlinge auf ihren mit frischem Leinen überzogenen Stockbetten. Zum ersten Mal seit Tagen lachen sie wieder, auch wenn es schwer ist, die Zeit zu verdrängen, die sie auf Hausdächern ausharrten oder in Spitälern auf ihre Rettung aus der Hölle von New Orleans warten mussten. Überschwenglich begrüßen sie ihren Helfer: Austrokanadier und Magna-Milliardär Frank Stronach, 73, hatten die Horrorbilder aus der Todesstadt derart erschüttert, dass er in einer seiner Pferdetrainingsanlagen in Boynton Beach, Florida, anrief (die nur während der Wintersaison belegt ist), um die Küche zur Versorgung von 280 Flüchtlingen zu aktivieren. Besorgt Kleider, Shampoo und macht die Betten, lautete seine Anweisung.
Seinen Pressechef Dan Donovan setzte er in den Firmenjet mit der knappen Anordnung: Get it done!
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