Das Herzschlag-Finale

Deutschland wählt. Welche Auswirkungen die Wahl auf Österreich hat, was Schüssel und Gusenbauer sagen.
Das Rot-Schwarze Duell. Nobelpreisträger Günter Grass über Schröder, Altkanzler Helmut Kohl über Merkel.
Das Rennen ist offen, spannend, richtungsentscheidend am kommenden Sonntag (18. September) wählt Deutschland, und indirekt wird der Ausgang dieser Wahl auch in Österreich die Weichen für die Zukunft stellen, obwohl dies niemand zugeben will, schon gar nicht das offizielle Österreich. Das Verhältnis ist mittlerweile völlig normalisiert, ganz gleich welche Regierung in Berlin am Ruder ist, bemüht sich Bundeskanzler Wolfgang Schüssel um versöhnliche Worte, obwohl die rot-grüne Regierung Schröder/ Fischer 2000 die diplomatischen Sanktionen der anderen EU-Länder gegen sein Bündnis mit Jörg Haider mitgetragen hatte.
Enge Verbindungen. Ganz so losgelöst, wie Schüssel es darstellt, ist die Sache natürlich nicht: Österreichs Volkswirtschaft ist in hohem Maße von der deutschen abhängig, beide Länder sind eng miteinander verbunden. Deutschland ist auch heute noch unser wichtigster Handelspartner. So betrugen die österreichischen Exporte im Jahr 2004 29 Mrd. Euro, die österreichischen Einfuhren aus Deutschland 39 Mrd. Euro eine Steigerung von jeweils 15 % gegenüber 2003. Im ersten Halbjahr 2005 lagen die österreichischen Einfuhren mit 14,7 Mrd. Euro um 3,1 Prozent über dem Rekordergebnis des Vorjahres; die österreichischen Einfuhren aus Deutschland von Jänner bis Juni 2005 stiegen um 2,8 Prozent auf 19,2 Mrd. Euro. Somit fallen rund 32 Prozent der österreichischen Exporte auf Deutschland; bei den Importen sind es 42 Prozent.
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