Unzufriedenheit bei Mietern: Hausverwalter kassieren ab, bieten aber wenig Leistung
- Nur ein Viertel restlos mit Hausverwaltung zufrieden
Kritik am Preis-Leistungsverhältnis der heimischen Hausverwaltungen übt eine am Donnerstag erschienene Studie des Marktforschungsunternehmens Kreutzer, Fischer & Partner. Die Hausverwaltungen hätten zwar mitgeholfen, an der Mietpreisschraube zu drehen, ließen bei ihren Leistungen aber zu wünschen übrig. Nur ein Viertel der Mieter sei mit den Leistungen ihrer Hausverwaltung restlos zufrieden.
Die aktuelle Befragung hat nach Angaben der Consultingfirma österreichweit unter knapp 1.000 Mietern und Eigentümern stattgefunden. 60 Prozent übten wenigstens in Teilaspekten Kritik an der Tätigkeit der Verwaltung. Mehr als die Hälfte glaube, dass sie sich mehr um die Sicherheit kümmern könnte, 42 Prozent seien mit der Reinlichkeit im Haus und der Pflege der Gehsteige nicht zufrieden. 60 Prozent jener, die in den vergangenen Monaten Kontakt zur Hausverwaltung gehabt hätten, kritisierten die "unfreundliche und überhebliche Art der Anfragebeantwortung", hieß es.
Nach Berechnungen von Fischer, Kreutzer & Partner haben die Hausverwaltungen von den Mietpreiserhöhungen in den vergangenen Jahren kräftig profitieren können, weil ihre Honorare an den Bruttomietzins gekoppelt sind. Dieser habe sich in den vergangenen drei Jahren um 10 Prozent erhöht, die Kosten der Verwaltungen seien aber um nur fünf Prozent gestiegen. Dadurch habe sich die Gewinnmarge kräftig erhöht. "Die Hausverwaltungen drehen damit selbst kräftig an der Mitpreisschraube. Die Kosten stehen in keiner Relation mehr zur erbrachten Leistung", meint Andreas Kreutzer, Geschäftsführer von Kreutzer, Fischer & Partner. Die österreichweit einkassierten Verwalter-Honorare werden von Kreutzer mit jährlich 1,4 Milliarden Euro angegeben. (apa)

