Donnerstag, 15. September 2005

Langzeitarbeitslosigkeit steigt wieder: Mehr
als 20.000 Menschen über ein Jahr ohne Job

  • Überwiegende Mehrheit davon ist älter als 45 Jahre
  • Junge Erwachsene am wenigsten davon betroffen

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist auch 2004 wieder deutlich angestiegen. Waren es 2001 lediglich 11.337 Personen, die über ein Jahr ohne Beschäftigung waren, kletterte diese Zahl bis zum Vorjahr auf 20.405, geht aus den jüngsten Daten des Arbeitsmarktservice (AMS) hervor.

Dabei ist mit 12.636 Personen die überwiegende Mehrheit (61,9 Prozent) älter als 45 Jahre. Nur 328 Langzeitarbeitslose (1,6 Prozent) sind jünger als 24 Jahre. Die Regierung hat ja zuletzt ein Arbeitsmarkt-Paket geschnürt, das ein Kombilohnmodell für Langzeitarbeitslose vorsieht, die jünger als 25 und älter als 45 Jahre sind.

Insgesamt wären damit von diesem Modell mindestens 12.636 Personen (63,5 Prozent aller Langzeitarbeitslosen) betroffen (das AMS weist in den Altersgruppen in 5-Jahres-Sprüngen die 25-jährigen nicht gesondert aus). Das heißt, die 25-jährigen kämen zu dieser Gruppe noch dazu. (apa)

Die Entwicklung im Detail:

JahrArbeitsloseLangzeitarbeitsloseIn Prozent
1993222.26437.89117,05
1994214.94139.66618,45
1995215.71637.65417,46
1996230.50736.44515,81
1997212.49537.75017,77
1998237.79437.88915,93
1999221.74331.70314,30
2000194.31419.1429,85
2001203.88311.3375,56
2002232.41812.8925,55
2003 *240.07918.9657,90
2004 *243.88020.4058,37


Ab 2003 wurde eine neue Berechnungsmethode angelegt. Für 2003 bedeutet das, dass die alte Berechnungsmethode 19.034 Langzeitarbeitslose (7,93 Prozent) ausweist, die neue Methode aber mit 18.965 (7,9 Prozent) geringfügig weniger.Für 2004 gibt es laut AMS keine alte Berechnungsmethode mehr.

15.9.2005 09:53