Geringe Einkommen aber steigende Preise: Fatale Stimmung in Österreichs Firmen
- ÖGB: "Betriebsräte wollen, dass wir marschieren"
- Weg zur Arbeit immer teurer, Kaufkraftverlust enorm
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Der ÖGB schlägt Alarm wegen des permanenten Kaufkraftverlustes angesichts steigender Preise bei geringen Einkommen und der damit verbundenen drohenden Zunahme der Armut in Österreich. "In den Unternehmen ist die Stimmung fatal und viele Betriebsräte wollen, dass wir wieder marschieren", sagte Kärntens ÖGB-Chef Adam Unterrieder. Er wies vor allem auf die enormen Preissteigerungen bei Treibstoffen und Heizöl hin.
Die Drohung von Finanzminister Karl-Heinz Grasser (V) an die Ölkonzerne mit einer Sondersteuer sei laut Unterrieder lediglich "eine Augenauswischerei" und würde "dem kleinen Mann nicht helfen". Viel notwendiger wären hingegen die seit langem geforderte Erhöhung des Kilometergeldes und der Pendlerpauschale sowie steuerliche Erleichterungen bei mittleren Einkommen.
"Der Weg zur Arbeit ist sehr teuer geworden", betonte der Kärntner Gewerkschaftschef. Auf der einen Seite würden die Benzin- und Dieselpreise in Schwindel erregende Höhen steigen, andererseits habe man in den vergangenen Jahren das Angebot bei den Massenverkehrsmitteln, wie den Post- und Bahnbussen, reduziert. Dazu komme, dass Fahrgemeinschaften nur sehr begrenzt möglich seien, da es heute nicht nur viel mehr verschiedene Dienstverhältnisse als früher gebe, sondern auf Grund des Schichtbetriebes die Dienstzeiten unterschiedlich seien.
An die Kärntner Landesregierung richtet Unterrieder den Appell, endlich mehr Mittel für die Arbeitnehmerförderung zur Verfügung zu stellen. Damit könnten die Fahrtkostenzuschüsse für Pendler erhöht werden. (apa/red)

