Nach 0:2-Heimniederlage: GAK braucht
gegen Straßburg "Wunder a la Liverpool"
- Trainer Walter Schachner: "Waren geistig müde"
- UEFA-Cup-Gruppenphase damit in weiter Ferne
·UEFA-Cup: GAK steht in Runde 1 vor Aus
Grazer verlieren Hinspiel gegen Straßburg mit 0:2
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Die Europacup-Träume von Österreichs Vizemeister GAK scheinen seit Donnerstag ausgeträumt. Die Grazer waren im Erstrunden-Hinspiel des UEFA-Cups gegen Racing Straßburg weit von ihrer Bestform entfernt, unterlagen zu Hause verdient mit 0:2 (0:2). Ursachenforschung war schnell betrieben: "Wir waren geistig müde, haben Fehler gemacht, die der GAK normal nicht macht. Straßburg ist eine starke Mannschaft, dessen waren wir uns aber auch bewusst", erklärte Trainer Walter Schachner.
Der Aufstieg in die Gruppenphase, wo sich die Grazer in der vergangenen Saison als Gruppendritter gegen AZ Alkmaar, Auxerre, die Glasgow Rangers und Amica Wronki (POL) für die Runde der letzten 32 qualifiziert hatten, scheint jedenfalls in weiter Ferne. "Vielleicht bringt uns nur noch ein Wunder a la Liverpool weiter, aber dafür bedarf es einer großen Leistungssteigerung", sah Schachner noch einen kleinen Hoffnungsschimmer.
In der vergangenen Saison hatte der damals amtierende österreichische Meister und Cupsieger den späteren Champions-League-Sieger Liverpool als einzige europäische Klubmannschaft auswärts bezwungen. Im Rückspiel der finalen Qualifikationsrunde für die Königsklasse siegte der GAK mit 1:0, nachdem das Hinspiel in Graz ebenfalls mit 0:2 verloren gegangen war. Den einzigen Treffer erzielte der zur Austria abgewanderte Mario Tokic.
Straßburg führte schon nach 24 Sekunden
Doch zu alter Europacup-Stärke fehlte den Grazern gegen Straßburg nicht nur der kroatische Verteidiger, sondern vor allem Organisation. "Leider war nach 24 Sekunden bereits alles anders, als wir uns das vorgenommen haben", meinte Schachner. Da hatte Kapitän Pagis bereits per Kopf die Führung für die Elsässer erzielt, war Schachners Plan zu Hause zu Null zu spielen über den Haufen geworfen.
Der ehemalige GAK-Meistermacher blieb aber realistisch, erkannte an, dass sein Team "teilweise vorgeführt" worden war. "Straßburg war die technische klar bessere Mannschaft, sie haben eine Kostprobe des gepflegten französischen Fußballs gegeben." Für diesen gepflegten Fußball war beim GAK zuletzt Mario Bazina hauptverantwortlich gewesen, der Kroate blieb gegen die grundsolide Abwehr des französischen Ligacup-Siegers abgesehen von einem Lattenschuss (87.) ohne Erfolgserlebnis. Auch, weil Demo und Muratovic im zentralen Mittelfeld enttäuschten.
Gegner unterschätzt?
"Straßburg ist vor der Partie nur schlecht geredet worden", erinnerte ÖFB-Teamtorhüter Andreas Schranz. Die französische Liga sei eine der stärksten der Welt. Dort sind die Elsässer nach sechs Runden und schwerer Auslosung Tabellenvorletzter - Torverhältnis 1:4. Gegen die sonst so sichere GAK-Abwehr um den angeschlagenen Kapitän Ehmann schlug der Racing Club in der ersten Spielhälfte gleich doppelt so oft zu wie in 360 Ligaminuten zuvor.
"Wir haben nach dem frühen Gegentor einfach nicht mehr zu uns gefunden", erklärte Gernot Plassnegger, der selbst zwei gute Torgelegenheiten vergab und vor dem 0:2 kurz vor der Pause ein entscheidendes Kopfballduell verlor. Die Straßburgern durften dagegen zufrieden sein, sie feierten im siebenten Anlauf ihren ersten Saisonsieg und den fast schon sicher scheinenden Aufstieg in die Gruppenphase. Alles andere wäre tatsächlich ein Wunder.
(apa/red)
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