Mühsamer Arbeitssieg gegen Rapid:
Bayern-Bosse fürchten ein böses Erwachen
- Trotz 1:0 - Statt Lob gibt's Kritik von den Bossen
- Hoeneß: Nur das Ergebnis ist "ein Traumstart"
·Rapid im Pech gegen
"tödliche Bayern"
Hickersberger: "Haben Chancen nicht genützt"
·Mit viel Pech: Rapid unterliegt Bayern 0:1!
Valachovic vergibt Elfer in der Rapid-Viertelstunde
·BILDER: Unglückliche Niederlage für Rapid
"Dusel-Tor" sorgt für knappen Bayern-Sieg
·Alle Reaktionen zum Spiel Rapid - Bayern
"Auf diese Leistung
kann man stolz sein"
·Champions League: Alle Ergebnisse 05/06
KLICKEN: Der Weg der Mannschaften ins Finale
·Was schafft Rapid in Champions League?
VOTEN: Wie weit kommt Grün-Weiß in Europa?
·Juventus stürmt an die Tabellenspitze
Siege für Barcelona, Arsenal und Benfica
·Lyon mit "exzessiver
Bestrafung" für Real
Madrid-Coach beruhigt:
"Wir haben gut gespielt"
·Wer gewinnt die Champions League?
UMFRAGE: Ein Favorit oder eine Überraschung?
Die Siegesserie des FC Bayern setzte sich auch auf internationaler Bühne fort, aber Beifall ernteten die Spieler nach dem geglückten Start in die Champions League nur von ihren Fans. Beim Mitternachts-Bankett im Mannschaftshotel in Wien herrschte nach dem mühevollen 1:0-Erfolg im Happel-Stadion gegen Rapid eine so gedämpfte Stimmung, als ob der deutsche Meister einen Fehlstart hingelegt hätte.
Statt Lob gab's Kritik von den Bossen - Karl-Heinz Rummenigge schlug fast schon Alarm. "Wir müssen aufpassen. Ich will bewusst in der Stunde des Erfolges warnen, zu selbstzufrieden und selbstgefällig zu sein", rief der Vorstandsvorsitzende den erstaunten Profis bei seiner Bankett-Rede zu und bemängelte das Missverhältnis zwischen dem Anspruch, ins Finale zu wollen, aber dafür auf dem Platz zu wenig zu tun. "Wir haben seit sechs Monaten kein Spiel mehr verloren, aber wir müssen den Hebel wieder ein bisschen höher schalten, damit wir nicht irgendwann aufwachen und uns über unnötige Niederlagen ärgern."
Auch für Uli Hoeneß war nur das Ergebnis "ein Traumstart". Die Nachlässigkeiten nach dem Abstauber-Tor von Guerrero hätten fast noch zwei wichtige Punkte gekostet, rügte der Manager. "Es wäre fast schief gegangen. Wir werden Probleme bekommen, wenn man selbst glaubt, man wäre eine Übermannschaft", kritisierte Hoeneß.
"Der Erfolg führt zur Bequemlichkeit", stellte Trainer Felix Magath fest, der sich mehr Lucios in seinem Team wünscht. Der brasilianische Weltmeister rannte, rackerte, fluchte und bereitete auch noch das Siegtor vor. "Der ist abartig, der will immer gewinnen, wenn es in den Wettkampf geht", meinte Magath.
Der Trainer würde in der Champions League lieber gleich gegen Juventus antreten und nicht zuvor gegen Brügge. "Eine Mannschaft wie Juve würde uns gut tun. Das setzt Reize", sagte Magath. Rapid dagegen stellte keine echte Herausforderung dar - nur das Ergebnis zählte. "Wichtig ist der Sieg", sagte Mehmet Scholl und warb um Nachsicht: "Selbst wenn du gegen eine Zweitliga-Mannschaft vor so einer Kulisse spielst - und Rapid ist keine - ist es schwer."
Scholl durfte sich als doppelter Gewinner fühlen. Der 34-Jährige stand nach dem Ausfall von Michael Ballack erstmals nach drei Jahren in der Champions League wieder in Bayerns Startelf und spielte sogar durch. "Wenn man nach so langer Zeit 90 Minuten spielen darf, ist das allein schon ein Grund zufrieden zu sein", sagte Scholl, der Lob von Magath bekam. "Mehmet sollte nicht den Ballack geben. Er hat andere Qualitäten." (apa/red)
Deutsche Liga
Premier League
Serie A
Primera Division