"Exzessive Bestrafung" für Real: Madrilenen
von Olympique Lyon regelrecht vorgeführt
- Coach Luxemburgo beruhigt: "Wir haben gut gespielt"
- Inter, Milan, Chelsea, Liverpool mit glanzlosen Siegen
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Frankreichs Serienmeister Olympique Lyon hat dem Starensemble von Real Madrid am Dienstag zum Auftakt der Fußball-Champions-League seine Grenzen aufgezeigt. Die Lyonnais - zuletzt vier Mal in Folge Champion im Land des ehemaligen Welt- und Europameisters - zwang die Königlichen, die zuletzt auch in der spanischen Primera Division gegen Leader Celta Vigo verloren hatten, völlig verdient mit 3:0 (3:0) in die Knie.
Über einem knienden Bild von Jungstar Robinho, dem besten Real-Spieler auf dem Platz, titelte die spanische Sporttageszeitung Marca: "Luxation - das taktische Konzept Luxemburgos brach auseinander". Der Real-Trainer ließ sich von der Auftaktpleite aber nicht aus eben diesem Konzept bringen: "Ich habe keine Angst, weil wir guten Fußball gespielt haben. Nur die Tore haben gefehlt", erklärte der Brasilaner. Für die sorgte bei Lyon sein Landsmann Juninho, bereitete den ersten Streich von Carew per Freistoß vor, ehe er einen solchen aus 30 Metern per Aufsitzer im linken Eck versenkte.
Die weiteren Favoriten gaben sich zum Auftakt hingegen keine Blöße, behielten mehr oder weniger glanzvoll die Oberhand. Während Julio Cruz Inter Mailand einen 1:0-Erfolg bei Champions-League-Neuling FC Petrzalka Preßburg bescherte, inspirierte Spielmacher Kaka den Stadtrivalen AC Milan zu einem 3:1-Sieg gegen Fenerbahce Istanbul. "Er ist in exzellenter Form und hat unglaublich gespielt", lobte Coach Carlo Ancelotti den Brasilianer, der zwei Tore nach sehenswerten Solos markierte.
Titelverteidiger Liverpool, der im legendären Vorjahres-Finale in Istanbul die Mailänder im Elfmeterschießen bezwungen hatte, startete mit einem 2:1-Erfolg bei Betis Sevilla, für den Sinama-Pongolle und Luis Garcia den Grundstein bereits in der ersten Viertelstunde legten. Englands Meister Chelsea versäumte es, gegen Anderlecht - in der vergangenen Saison in der Königsklasse ohne Punkt - zu glänzen, siegte dank Lampard-Freistoß einmal mehr mit 1:0. Chelseas streitbarer Coach Jose Mourinho verteidigte sein Team gewohnt kryptisch: "Die Fans bevorzugen ein 1:0 gegenüber einem 1:1." (apa/red)
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