Austria tankt Selbstvertrauen für den UEFA-Cup: Trotz 0:2 alles ruhig in Salzburg!
- Roland Linz: "Ich mache nichts anders als vorher"
- Jara trotz Platz neun: "Saisonziel bleibt unverändert"
·Linz schießt Salzburg im Alleingang k.o.!
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Zum Abschluss des ersten Durchgangs der T-Mobile-Bundesliga erledigte Austria Magna drei Fliegen auf einen Streich. Der Cupsieger gewann am Sonntag das erste Duell der Budget-Giganten im Horr-Stadion gegen Red Bull Salzburg 2:0, baute nach Punkteverlusten der Verfolger im dritten Anlauf seine Tabellenführung aus und tankte letztlich nach drei sieglosen Spielen Selbstvertrauen für den UEFA-Cup am Donnerstag in Norwegen gegen Viking Stavanger.
Matchwinner war vor fast 9.000 Zuschauern der zweifache Torschütze Roland Linz, der seinen Doppelpacks gegen MSK Zilina (UEFA-Cup-Qualifikation) und im ÖFB-Team in Polen einen weiteren folgen ließ. "Ich bin froh, dass wir ihn haben. Erst ist froh, dass er spielt. Und wenn er weiter so trifft, wird er weiterspielen", freute sich der violette Sportchef Peter Stöger über seinen aufgebotenen Ein-Mann-Sturm. Er vergaß aber nicht auf die übrige Mannschaft, die einige Ausfälle zu verkraften hatte.
"Sie hat gezeigt, dass sie unbedingt gewinnen wollte", lobte der 39-Jährige seine Mannen, die das erste von einigen wichtigen Partien im September positiv absolviert hat. Dieses Erfolgserlebnis sei vor der Reise in den Norden für die Psyche unheimlich wertvoll, bemerkte Trainer Frenkie Schinkels ebenfalls zufrieden. Im Mittelpunkt stand nach dem Schlusspfiff freilich aber der "Vater des Erfolges". "Wer die Tore schießt, ist nicht so wichtig", machte Linz in Bescheidenheit.
Kapitän Ernst Dospel ("Zuletzt gegen Pasching hatten wir Pech, heute das Glück des Tüchtigen") befand, dass Linz jetzt der Knopf aufgegangen sei. Und was sagt der ÖFB-Teamspieler, der vor Kurzem Favoriten noch hatte verlassen wollen, über seinen Lauf? "Ich mache nichts anders als vorher und die sieben, acht Jahre davor. Ich bleibe nach dem Training nur 10 bis 15 Minuten länger auf dem Platz und hole mir durch Abschlüsse die Sicherheit vorm Tor", gibt Linz sein "Geheimnis" preis, das gar keines ist.
Das Wichtigste für den Steirer ist aber die Spielpraxis. "Ich brauche den Rhythmus, damit die Leistung kommt. Training und Spiel sind nämlich zwei verschiedene Paar Schuhe", sagt der 24-Jährige, der seine Veilchen in der ersten Hälfte als klar bessere Mannschaft gesehen hatte und den Salzburgern attestiert, dass sie nach dem Wechsel aufgekommen seien.
Linke lobt Linz
Lob für Linz kam auch vom Gegner. "Er kann stehen, wo er will, er macht derzeit immer Tore", meinte Thomas Linke nach seinem gelungen Liga-Debüt. "Wir haben ein gutes Auswärtsspiel gemacht und wenig Chancen zugelassen, aber unsere Möglichkeiten nicht genutzt", befand der Deutsche. Thomas Winklhofer fand die auswärts weiterhin zahmen und sieglosen Bullen in der Defensive "nicht so schlecht". Und Trainer Kurt Jara hat vor den zwei Toren eine Unachtsamkeit und einen Fehler ausgemacht, dies aber nicht als Ausrede angeführt.
"Wenn man in fünf Auswärtsspielen nur ein Tor erzielt, dann darf man sich nicht wundern, dass man in der Fremde auf dem neunten Platz liegt", erklärte der Tiroler klipp und klar. Auf die Frage, was Mäzen Didi Mateschitz zu den Leistungen seines Vereine sage, antwortete Jara: "Es wird rege kommuniziert, aber das bleibt intern." Und zum selbst gesetzten Saisonziel sagte der Dompteur: "Es bleibt unverändert. Wir wollen unter die ersten Drei, um für den Europacup qualifiziert zu sein."
(apa)
