Kiefer- und Nasenbeinbruch: Austrianer Papac fällt nach Autounfall längere Zeit aus
- Zweimonatige Trainingspause nach der Operation
- Janeschitz beobachtete UEFA-Cup-Gegner Stavanger
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Österreichs Fußball-Cupsieger, UEFA-Cup-Fighter und Bundesliga-Spitzenreiter Austria Magna muss rund zwei Monate auf Sasa Papac verzichten. Der Bosnier, der auf Grund einer Grippe nicht im Kader für das sonntägige Schlagerspiel gegen Red Bull Salzburg stand, war am Samstag Abend in Wien in einen Verkehrsunfall verwickelt und erlitt dabei schwere Verletzungen.
Der Defensiv-Mann trug Brüche des Oberkiefers und des Nasenbein davon. "Dazu war ein Stück des Augenbodens verschoben, wodurch er alles doppelt gesehen hatte", berichtete Austria-Arzt Alexander Kmen. Papac wurde nach einer Verlegung vom Meidlinger Spitals ins Allgemeine Krankenhaus (AKH) noch in der Nacht auf Montag mehrere Stunden operiert. Laut Kmen muss der 25-Jährige zumindest eine Woche im Spital bleiben und dann eine Trainingspause von etwa zwei Monate einlegen.
Papac war mit seinem PKW von einem entgegenkommenden Auto frontal gerammt worden, am BMW X5 des Fußballers entstand Totalschaden. Der Austrianer war angegurtet, doch der Airbag soll nicht aufgegangen sein. Papac war auf dem Weg zum Südbahnhof, um seine Bankomat-Karte, die er nach dem Länderspiel gegen Litauen zu Hause in Mostar vergessen und die ihm seine Frau per Bus nachgeschickt hatte, abzuholen.
Mit dem Legionär hat sich das violette Lazarett vor dem Abflug (Mittwoch) zum Erstrunden-Hinspiel in Norwegen gegen Viking Stavanger (Donnerstag) weiter vergrößert. Vachousek und Janocko sind noch rekonvaleszent, auf die Einsätze von Radomski und Rushfeldt hofft Sportchef Peter Stöger ebenso wie auf jene von Antonsson und Kiesenebner, die gegen die Salzburger mit Blessuren ausgetauscht wurden. Sionko weilte bei seiner Frau, die ein Kind zur Welt brachte, und fliegt in den Norden mit.
Zwei unterschiedliche Halbzeiten bei Viking
Auf die "Wikinger" sind die Wiener vorbereitet. Co-Trainer Thomas Janeschitz, der vor zwei Wochen schon den 2:1-Sieg von Viking in Molde gesehen hatte, beobachtete die Südwest-Norweger am vergangenen Wochenende im Schlager der Runde gegen Titelverteidiger Rosenborg Trondheim abermals. Und er wurde wieder Zeuge eines Erfolges, diesmal im Ausmaß von 3:2 und in einem Heimspiel.
Der Bericht des violetten Austria-Spions in Kurzform: "Vor der Pause spielten die Gäste völlig locker auf und gingen durch zwei Tore des Ex-Austrianers Thorstein Helstad 2:0 in Führung. Doch zur zweiten Hälfte kam eine völlig verwandelte Viking-Elf aus der Kabine." Duch zwei Tore in den letzten zehn Minuten (Gaarde, Nhleko, den Ausgleich hatte Österstad besorgt) schossen sich die Hausherren noch auf den dritten Tabellenplatz vor.
(apa)
