Donnerstag, 15. September 2005

Mathias Lauda startet für Österreich:
Team Austria in neuer A1-GP-Serie dabei

  • Niki Lauda und Keke Rosberg als Teamchefs dabei
  • Start erfolgt bereits am Sonntag in Brands Hatch

Am Sonntag fällt in Brasilien womöglich die vorzeitige Formel-1-Titelentscheidung zu Gunsten von Fernando Alonso, am gleichen Tag beginnt in England auch die die neue A1-GP-Serie. In Brands Hatch am Start ist dabei auch Österreich, das erst am Montag genannt hat. Pilot ist Mathias Lauda, geführt wird das Team von seinem Vater Niki Lauda und dem Finnen Keke Rosberg, wie Lauda sen. ehemaliger Formel-1-Weltmeister.

Mit Österreich ist das Feld der 25 in Nationalfarben fahrenden Autos komplett. Erfinder des "World Cup of Motorsport" ist der Dubai-Scheich Maktoum Hasher Maktoum al Maktoum. Der Neffe des Kronprinzen von Dubai hat sich dieses neuartige Motorsport-Konzept, mit dem über den Winter auf zwölf Rennstrecken in Europa, Australien und Asien die Formel-1-lose Zeit überbrückt werden soll, ausgedacht.

Maktoum hat Unmengen Geld in diese Idee gesteckt, allein das Preisgeld für die kommenden drei Jahre beträgt 40 Millionen Euro. Er glaubt deshalb fest an den Erfolg. "Nur Verrückte wie ich können mit so einem Konzept daherkommen. Ich bin aber in kürzester Zeit von einem Verrückten zu einem Träumer und dann zu einem Visionär geworden. Es ist das richtige Konzept mit dem richtigen Auto zur richtigen Zeit. Schon in unserem zweiten Jahr ist dies ein Milliardenprojekt", sagte Maktoum.

In der A1-GP-Serie soll in 520 PS starken Einheits-Boliden so quasi der Motorsport-Weltmeister ermittelt werden. Das hat auch Fußball-Star Ronaldo angelockt. Der Brasilianer ist Mitbesitzer des Teams Brasilien, das von Emerson Fittipaldi geführt wird, im Auto sitzt Nelson Piquet Jr. "A1-GP-Sport ist wie Fußball ein Teamsport. Im Fußball sind wir schon Weltmeister gewesen, es wäre wunderbar, das auch im Motorsport zu schaffen."

Autos sind in Landesfarben lackiert
Das "Nationale" ist das tragende Element dieser neuen Serie, die nicht mit der Formel 1 konkurrieren will. Die Autos sind in Landesfarben lackiert, Piloten müssen aus dem jeweiligen Land kommen, können aber ausgetauscht werden. Punkte gibt es für das Land, nicht für den Fahrer. Genannt haben Österreich, Australien, Brasilien, Kanada, China, Tschechien, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Indien, Indonesien, Irland, Italien, Japan, Libanon, Malaysia, Mexiko, Niederlande, Neuseeland, Pakistan, Portugal, Russland, Südafrika, die Schweiz und die USA.

Für viele Experten ist es trotzdem ein Wunder, dass diese Serie tatsächlich abhebt. FIA-Boss Max Mosley ist auch heute noch skeptisch. "Das ist nicht mehr als eine weitere Hersteller-Serie wie die Nissan World Series oder die GP2. Sie könnte aber kommerziell erfolgreicher werden als andere Serien", gab der Chef des Internationalen Motorsport-Verbandes zu.

Die Namensgleichheit der Serie zum österreichischen Mobilfunkbetreiber A1 ist zufällig. A steht für den Buchstaben, mit dem die Mehrzahl der Kontinente beginnt. Die Zahl 1 dafür, dass die Welt eine Einheit ist. (apa/red)

15.9.2005 12:14
Ergebnisse, WM-Stand, Team-Porträts