Samstag, 17. September 2005

Rossi setzt sich 7. WM-Krone auf: Platz 2 bei
MotoGP-Rennen in Sepang reichte Italiener!

  • Australier Stoner gewann Grand Prix in 250er-Klasse
  • 125er-WM-Spitzenreiter Lüthi feierte 3. Saisonsieg

Der Italiener Valentino Rossi hat sich am Sonntag zum siebenten Mal die Motorrad-WM-Krone aufgesetzt. Beim Grand-Prix von Malaysia in Sepang sicherte sich der Yamaha-Pilot mit Platz zwei zum fünften Mal in Folge den Titel in der "Königsklasse" MotoGP. Der Sieg ging wie vor einer Woche in Motegi an Rossis Landsmann Loris Capirossi. Dritter wurde dessen spanischer Ducati-Teamkollege Carlos Checa.

Der Australier Casey Stoner holte sich den Sieg in der 250-ccm-Klasse. Der Aprilia-Pilot verwies seine Markenkollegen Alex de Angelis (SMR) und Sebastian Porto (ARG) auf die Plätze. In den ersten beiden Runden hatten sich gleich zwei Weltmeister verabschiedet. Während der Titelträger von 2003, Andrea Dovizioso, in der Startrunde vom Motorrad fiel, erwischte es eine Runde später WM-Leader und Titelverteidiger Daniel Pedrosa. Für beide war es der erste Ausfall in diesem Jahr.

125er-Klasse: Lüthi baut Vorsprung aus
Mit seinem dritten Saisonsieg hat der Schweizer Thomas Lüthi seinen Vorsprung in der 125er-Klasse auf acht Punkte ausgebaut. Der Honda-Pilot siegte am Sonntag hauchdünn vor seinem größten Rivalen, dem finnischen KTM-Piloten Mika Kallio. Rang drei sicherte sich der Italiener Mattia Pasini (Aprilia). Kallios KTM-Teamkollegen Gabor Talmacsi (HUN) und Julian Simon (ESP) landeten auf den Plätzen fünf und sechs.

Rossi holte bereits den fünften MotGP-Titel in Folge und hievte sich damit auf gleiche Höhe mit dem legendären Australier Mick Doohan, der zwischen 1994 und 1998 die 500-ccm-Klasse dominiert hatte. Der einzige Fahrer, der in dieser Statistik noch vor Doohan liegt, ist Giacomo Agostini. Rossis Landsmann wurde sogar sieben Mal in Folge Weltmeister (1966- 1972).

"Bin ein cleverers Rennen gefahren"
"Alle wollten mich schlagen, meine Gegner haben 100 Prozent gegeben, aber ich habe wieder gewonnen", jubelte Rossi und streifte sich nach dem Rennen ein T-Shirt mit einer großen "7" über. "Im vergangenen Jahr war der Titel eine größere Überraschung", meinte der "Dottore" in Anspielung auf seinen Wechsel von Honda zu Yamaha 2003 und fügte hinzu: "Ich bin ein cleveres Rennen gefahren." Rossi hätte auf Landsmann Max Biaggi, der das Rennen schließlich als Sechster beendete, nicht mehr als zwölf Punkte verlieren dürfen.

Bei Rossis Titel-Feier ging Loris Capirossis zweiter Sieg in Serie beinahe unter. Der Ducati-Fahrer distanzierte den Champion um zwei Sekunden. Nach seinem Sturz in Motegi am vergangenen Sonntag dachte Rossi beim Duell mit seinem Landsmann aber wohl hauptsächlich an den Titel. "Natürlich habe ich es versucht, aber nachdem er drei Kurven mit mir gespielt hat wie eine Katze mit der Maus, habe ich mir gedacht: Okay, wir sehen uns beim nächsten Mal." (apa/red)

17.9.2005 13:48