Entscheidender Heimvorteil: Frankreich als Favorit ins Fed-Cup-Finale gegen Russland
- Mauresmo und Pierce gegen Myskina & Dementjewa
- Russen-Coach will Fed- und Daviscup in einem Jahr
In stärkster Besetzung und vor heimischer Kulisse bestreitet Frankreichs Damen-Tennisteam am Wochenende das Fed-Cup-Finale gegen Russland. In einer Neuauflage des Vorjahrs-Endspiels, das die Russinnen in Moskau 3:2 gewonnen hatten, wollen Amelie Mauresmo und Mary Pierce im Pariser Stade Roland Garros das Resultat umdrehen und Frankreich zum dritten Titel nach 1997 und 2003 verhelfen. Russlands Teamchef Tamil Tarpischew, der als erster Coach Fed Cup und Daviscup in einem Jahr gewinnen möchte, setzt auf Anastasia Myskina und Jelena Dementjewa.
Frankreich, der Erstrunden-Bezwinger Österreichs (4:1), gilt als Favorit, auch wenn Mauresmo in Roland Garros bisher nicht über das Viertelfinale hinausgekommen ist. "Aber das sind nicht die French Open, es wird eine völlig andere Atmosphäre geben", erklärte Mauresmo, die im Fed Cup bei einer Serie von 15 Einzelsiegen hält. Pierce erlebt wenige Tage nach dem US-Open-Finale einen weiteren Höhepunkt. Sie war als einzige Spielerin bei beiden bisherigen Fed-Cup-Erfolgen dabei, hat die French Open 2000 gewonnen und war heuer im Finale.
Tarpischew muss auf Maria Scharapowa verzichten, die heuer nicht Fed Cup spielt, und wird in den Einzeln die French-Open-Finalistinnen des Vorjahres aufbieten. Siegerin Myskina hat zwar heuer keine Top-Ergebnisse vorzuweisen, ist aber auf Sand sehr stark, Dementjewa gilt als Kämpferin. "Wir haben Heimvorteil, aber es wird knapp", sagte Frankreichs Kapitän Georges Goven.
Tarpischew, der auch Verbands-Präsident Russlands sowie IOC-Mitglied ist, hat mit seinen Teams Daviscup (2002) und Fed Cup (2004) jeweils erstmals nach Russland geholt, heuer will er mit der Eroberung beider Trophäen in einem Jahr eine Premiere feiern. Eine Woche nach dem Damen-Finale coacht der 57-Jährige die russischen Herren im Halbfinale gegen Kroatien.
