Wiener ÖVP-Chef im FORMAT-Interview: Johannes Hahn will Flat Tax für Österreich!
- "Flat Tax gerechtere Variante für die Bevölkerung"
- PLUS: Stenzel ist neue Spitzenkandidatin im 1. Bezirk

·Stenzel-Nominierung:
Wirbel in Wiener VP
City-Vorsteher dachte an Scherz: "Bin enttäuscht"
·Stenzel will 'Anwältin'
der Bewohner sein
Bei Niederlage bleibt sie im Europaparlament
·Ursula Stenzel tritt bei der Bezirkswahl an
Ex-Moderatorin vor Start ihrer dritten Karriere
·Wien: Wen werden Sie heute wählen?
Wie geht die Wahl in der
Bundeshauptstadt aus?
·IHRE MEINUNG: Wien- Wahl & ihre Folgen!
Was sagen Sie zum Abgang von Jörg Haider?
·Die wichtigsten Infos Wiener Urnengang
Wahl zu Gemeinderat
und Bezirksvertretungen
·Wien-Wahl: Die Wahlziele der Parteien
SPÖ will 50 Prozent-Grenze überschreiten
·Wiener GR-Wahl 2005: Alle Ergebnisse!
Klicken: Stimmenanteile und Mandatsverteilung
Der Spitzenkandidat der Wiener ÖVP, Johannes Hahn, kämpft in Wien mit den Grünen um Platz 2. Im FORMAT-Interview fordert er eine Senkung des Spitzensteuersatzes auf deutlich unter 40 Prozent. Außerdem findet Hahn Gefallen am Flat-Tax-Modell des deutschen CDU-Finanzexperten Paul Kirchhof und bezeichnet die Flat Tax als die gerechtere Form der Besteuerung.
FORMAT: Mit dem Coup, Ursula Stenzel im 1. Bezirk antreten zu lassen, haben Sie bei den Funktionären für einigen Wirbel gesorgt, Bezirksvorsteher Grundwalt wollte sogar mit einer eigenen Liste antreten.
Hahn: Grundwalt wollte das genau 20 Minuten lang. Dann hat er zurückgezogen. Da habe ich schon schlimmere Wirbel erlebt.
FORMAT: Wann haben Sie Grundwalt von der Kandidatur Stenzels erzählt?
Hahn: Ich habe bereits vor 14 Tagen ein erstes Gespräch mit ihm darüber geführt. Aber es ist normal, dass das Visavis das anders sieht.
FORMAT: In den letzten Wochen wird in der Regierung, vor allem vonseiten des BZÖ, über eine Steuerreform diskutiert. Wie ist Ihre Position dazu?
Hahn: Mit der letzten Steuerreform ist ein großer Schritt getan worden, der zu wenig gewürdigt wird. Der nächste Schritt muss sein, dass man bei der Individualbesteuerung Kilometer macht. Das muss oberste Priorität haben, ohne dass ich mich auf ein Datum festlegen will.
FORMAT: Was müsste da passieren?
Hahn: Es ist ganz wichtig, den Spitzensteuersatz von 50 Prozent nach unten zu korrigieren. Das Ziel sollte sein, dass wir langfristig auf deutlich unter 40 Prozent kommen. Und wir müssen die Höchstgrenze von 51.000 Euro valorisieren. Die ist seit 1989 festgeschrieben. Wäre in diesem Zeitraum eine Valorisierung passiert, stünden wir jetzt bei fast 72.000 Euro. Ich mahne ein, dass das schnell passiert.
FORMAT: In Deutschland gibt es eine Flat-Tax-Debatte, die vom CDU-Finanzexperten Paul Kirchhof losgetreten wurde. Er schlägt ein Dreistufenmodell vor. Wie gefällt Ihnen das Modell?
Hahn: Wie immer sind die Konzepte oft interessant, und es hapert bei der Kommunikation. In der Tendenz ist das, was Kirchhof hier vorgeschlagen hat, sicher verfolgenswert. Das Ziel einer Flat Tax sollte man auch bei uns nicht aus den Augen lassen. Ich glaube nicht, dass man mit einem Steuersatz auskommen wird. Man wird ein Dreistufenmodell brauchen.
FORMAT: Haben Sie dazu konkrete Zahlen?
Hahn: Bei den Steuersätzen bin ich zu wenig Experte. Aber wir müssen beginnen, gewisse steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten zu beseitigen und dann in die Flat Tax zu integrieren. Ich glaube, dass das für das Gros der Bevölkerung die wesentlich gerechtere Variante ist.
Das gesamte Interview lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von FORMAT!
