Wien-Wahl - neuer BZÖ-Spitzenkandidat: Schimanek soll "Wahlkampflokomotive" sein
- Scheuch: "Moralische Instanz in eigener Bewegung"
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Am Mittwoch hat das BZÖ seinen Spitzenkandidaten für die Wien-Wahl, Hans-Jörg Schimanek, offiziell vorgestellt. Der Landesobmann Günther Barnet lobte den ehemaligen FPÖ-Niederösterreich-Chef als "Wahlkampflokomotive". Der Angesprochene selbst konzentrierte sich sogleich auf seine inhaltlichen Zielsetzungen. Er setze mit Bürgernähe auf Themen wie Verkehrs- oder Ausländer-Politik.
"Schon im Sommer war mir klar, dass er es sein wird", stellte Barnet seinen Spitzenkandidaten vor. Kritik am Alter des 65-Jährigen lasse er nicht gelten: "Man soll sich über Menschen, die in seinem Alter sind, überhaupt nicht lustig machen". Schimanek könne ein Symbol dafür sein, auch im reiferen Alter beruflich tätig zu sein.
"Mir macht es Spaß, Leuten bei ihren Problemen zu helfen", begründete Schimanek selbst seine Motivation, für das BZÖ anzutreten. Er sei mit 53 Jahren als "Spätberufener" in die Politik eingestiegen und habe sich deshalb immer Bürgernähe bewahren können. Abfällige Äußerungen über politische Mitbewerber werde man von ihm nicht hören.
Ansonsten konzentrierte sich der ehemalige ORF-Journalist Schimanek auf die Wahlkampfthemen, mit denen er punkten will. Verkehrspolitik und Infrastrukturprojekte würden in der Bundeshauptstadt mit den Konzepten von vor 20 Jahren gemacht: "Wer diese Planung macht, gehört aus Wien eigentlich ausgewiesen", stellte Schimanek klar.
Ein weiterer Punkt sei die Ausländerpolitik. Man müsse den in der Stadt lebenden Kindern mit ausländischer Muttersprache auch eine gute Ausbildung zukommen lassen. "Ehe ein Kind mit nicht-deutscher Muttersprache den Fuß über die Schwelle einer Volksschule setzt, hat es Deutsch zu können", betonte der BZÖ-Politiker. Damit unterstütze man das Bildungsniveau der gesamten Klasse.
Der anwesende BZÖ-Bundessprecher Uwe Scheuch lobte die Entscheidung der Wiener Landesgruppe für Hans-Jörg Schimanek. Es sei "Salbe auf meine offenen Wunden", jemand zu hören, der wahlkämpfen könne. Das gesamte Bundes-BZÖ werde sich aktiv am Wiener Wahlkampf beteiligen.
Klar sei aber: "Die Menschen wählen Personen, nicht Parteien." Und Schimanek habe sich schon jetzt als moralische Instanz innerhalb der eigenen Bewegung profiliert. Die heutige Zeit brauche väterliche Figuren.
(apa/red)
