Kleines Wunder nach Hurrikan "Katrina": Mann nach 18 Tagen in New Orleans gerettet
- 76-Jähriger lebte in seinem Haus nur von Wasser
- Haus überflutet - 16 Tage am Dachboden ausgeharrt

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In der überschwemmten Stadt New Orleans hat ein 76-Jähriger 18 Tage lang ohne Nahrung in seinem Haus ausgeharrt. Gerald Martin wurde am Freitag von Rettungskräften entdeckt, die mit einem Boot sein noch immer überflutetes Viertel durchsuchten, wie eine Sprecherin am Samstagabend mitteilte.
Der Suchtrupp habe nicht damit gerechnet, überhaupt noch Überlebende zu finden, sagte sie. Als das Boot an einem einstöckigen Holzhaus in der Painters Street vorbeikam, habe die Gruppe plötzlich Hilferufe gehört. In der schlammverdreckten Küche des Gebäudes fanden die Rettungskräfte den geschwächten, aber geistig wachen 76-Jährigen.
Noch bis vor wenigen Tagen habe das Erdgeschoss seines Hauses komplett unter Wasser gestanden, er habe 16 Tage lang auf dem Dachboden gelebt, berichtete Martin. Das Einzige, was er bei seiner Flucht vor den steigenden Fluten auf den Dachboden mitnehmen konnte, waren rund fünfeinhalb Liter Wasser. Am Donnerstag war auch das ausgegangen.
Die Rettung kam wohl gerade noch rechtzeitig: "Ich weiß nicht, wie lange er noch ohne Wasser ausgehalten hätte", sagte J.D. Madden, ein Mitglied des Suchtrupps, der Martin aus dem noch immer von Wasser eingeschlossenen Haus befreite. Der 76-Jährige hatte sich vor der Ankunft des Hurrikans "Katrina" nach eigenen Angaben geweigert, sich gemeinsam mit seiner Familie in Sicherheit zu bringen, weil er in die Kirche gehen wollte.
(apa/red)
