Union verlor im Osten und in Bayern: Minus von fast zehn Prozent für bayrische CSU
- CDU in Ostdeutschland nur Dritter hinter SPD & PDS
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In Bayern und in Ostdeutschland haben besonders viele Unionswähler nach einer Forsa-Analyse Kanzlerkandidatin Angela Merkel die Gefolgschaft versagt. In Ostdeutschland wurde die Union sogar nur drittstärkste Kraft nach SPD und Linkspartei. Wahlforscher sagten angesichts der unklaren Mehrheitsverhältnisse am Sonntagabend eine große Koalition oder auch eine Minderheitsregierung voraus.
Forsa-Chef Manfred Güllner sagte auf n-tv, in Bayern habe die CSU zwar deutlich die meisten Stimmen bekommen. Mit 48,9 Prozent liege sie aber um 9,7 Prozentpunkte unter dem Ergebnis von 2002. Die CSU-Anhänger hätten die Unionskanzlerkandidatin Merkel nicht annähernd so unterstützt wie CSU-Kandidat Edmund Stoiber in der Bundestagswahl 2002, sagte Güllner.
Insgesamt sei es Union und SPD nicht in dem Maße wie den kleinen Parteien gelungen, ihre Anhänger zu mobilisieren. Nach seiner Analyse ist die Union in Ostdeutschland nach SPD und Linkspartei nur drittstärkste Kraft. Während die CDU im Westen mit 36,8 Prozent knapp stärkste Partei sei, lägen im Osten SPD mit 29,6 Prozent und Linkspartei mit 26,4 Prozent vor der CDU mit 26,1 Prozent. "Die CDU ist keine ostdeutsche Partei", sagte Güllner.
(apa/red)
