Lafontaine ohne Direktmandat: Einzug in den Bundestag ist aber dennoch sicher!
- Ex-SPD-Vorsitzender fuhr respektables Ergebnis ein
- Merz verteidigt CDU-Direktmandat und legt sogar zu
Oskar Lafontaine hat ein Direktmandat im deutschen Bundestag verfehlt. Im Wahlkreis Saarbrücken landete der Spitzenkandidat der Linkspartei nach dem vorläufigen Ergebnis nur auf dem dritten Rang, erreichte jedoch mit 26,1 Prozent ein respektables Ergebnis. Gewählt wurde die Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) und frühere Verkehrs-Staatssekretärin, Elke Ferner.
Allerdings ist Lafontaine der Einzug in den Bundestag über die nordrhein-westfälische Landesliste der Linkspartei sicher. Außerdem verhalf seine Popularität in seiner saarländischen Heimat der Linken zu einem überdurchschnittlichen Ergebnis. Nach einem vom Statistischen Landesamt veröffentlichten Zwischenstand kann sie an der Saar mit etwa 18 Prozent rechnen.
Merz verteidigt Direktmandat und legt sogar zu
Der mit CDU-Kanzlerkandidatin Angela Merkel zeitweise zerstrittene Unionsfinanzexperte Friedrich Merz hat sein Direktmandat im Wahlkreis 148 Hochsauerlandkreis nicht nur verteidigt, sondern sein Ergebnis sogar noch verbessert. Merz kam nach Angaben des örtlichen Wahlleiters auf 57,7 Prozent der Erststimmen (2002: 53,7 Prozent). Seine Gegenbewerberin Dagmar Schmidt von der SPD erreichte nur 34,1 Prozent. Merz schnitt auch wesentlich besser als seine eigene Partei ab: Die CDU erreichte in dem Wahlkreis 46,6 Prozent der Zweitstimmen. (apa/red)
