Schwere Krawalle in Athen: Linke Demo gegen Aufmarsch von Neonazis eskalierte
- Autonome verschanzten sich auf Universitäts-Campus
Am Rande von Aufmärschen rechts- und linksextremer Gruppen ist es am Samstagabend in der griechischen Hauptstadt Athen zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Etwa 200 teilweise vermummte Anhänger anarchistischer Gruppen schleuderten Molotow-Cocktails, zündeten Mülleimer an und warfen Schaufensterscheiben ein, wie ein AFP-Korrespondent berichtete.
Die Demonstranten verschanzten sich auf dem Campus einer Hochschule, wo die Polizei wegen der Immunität der Universitäten nicht eingreifen konnte. Die Anhänger mehrerer linker Gruppen hatten zuvor gegen einen Aufmarsch der griechischen Neonazi-Gruppe "Chryssi Avghi" ("Goldener Morgen") demonstriert.
Die Polizei hatte mehr als tausend Beamte aufgeboten, um einen Zusammenstoß der Protestzüge zu verhindern. Die "Chryssi Avghi" hatte zu der Kundgebung aufgerufen, um gegen das behördliche Verbot des "Eurofests" zu demonstrieren, eines Treffens europäischer Neonazis, das vom 16. bis zum 18. September in Griechenland stattfinden sollte. Zu dem Treffen hatte sich auch die deutsche NPD angekündigt. An der Demonstration der Rechtsextremen nahmen etwa 150 Menschen teil.
(apa)
