Das Blutvergießen im Irak hört nicht auf: Wieder Tote durch Anschläge und Überfälle
- Suche nach Extremistenführer Zarqawi geht weiter
- Recht auf Leben der Zivilbevölkerung nicht geschützt
Nach der bisher schwersten Anschlagsserie des Jahres kommt der Irak weiter nicht zur Ruhe. Auch am Freitag gab es bei zahlreichen Übergriffen Tote und Verletzte. Bei einem Überfall auf eine Gruppe von Tagelöhnern wurden in Bagdad drei Menschen erschossen und mindestens 14 weitere verletzt. Die Männer wurden aus einem fahrenden Auto beschossen, wie die Polizei mitteilte.
In Iskandariya südlich der Hauptstadt wurde der Bürgermeister zusammen mit vier seiner Leibwächter überfallen und getötet. Bei einem Autobombenanschlag vor einer schiitischen Moschee sind nördlich der irakischen Hauptstadt Bagdad neun Menschen getötet worden. Wie die Polizei mitteilte, wurden 21 Menschen verletzt, als ein Selbstmordattentäter seinen Sprengsatz zündete. Die Menschen seien gerade dabei gewesen, die Moschee zu verlassen.
Erst am Donnerstag waren bei Selbstmordanschlägen mindestens 31 und am Mittwoch 167 Menschen ums Leben gekommen. Hunderte weitere wurden verletzt. Zu den mörderischen Anschlägen bekannte sich die Terrororganisation Al-Kaida im Irak unter dem Jordanier Zarqawi. US- Generalmajor Rick Lynch reagierte daruf mit einer Gegendrohung. Die US-Armee werde gemeinsam mit irakischen Truppen alle Mittel nutzen, um Zarqawi zu finden und zu töten.
In Haswa starben bei der Explosion einer Autobombe drei Polizisten, vier weitere erlitten Verletzungen. Der präparierte Wagen sei in der Nähe einer Polizeipatrouille geparkt gewesen, hieß es. Im Westen des Landes ist ein US-Marineinfanterist bei einer Explosion getötet worden. Bei einem Luftangriff auf die Stadt Karabila westlich von Bagdad töteten die US-geführten Koalitionsstreitkräfte neun Aufständische. (apa)
