Nach Abzug israelischer Soldaten: Größte Hamas-Demo aller Zeiten im Gaza-Streifen
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Einen Tag nach dem endgültigen Abzug der israelischen Armee aus dem Gaza-Streifen hat die radikalislamische Hamas-Bewegung ihre größte Kundgebung aller Zeiten in dem Autonomiegebiet abgehalten. Mehrere zehntausend Menschen versammelten sich im Zentrum der Stadt Gaza, um den Abzug der Soldaten zu feiern.
Redner der Hamas schworen der Menge, den Kampf gegen Israel fortzusetzen, bis auch das Westjordanland einschließlich Jerusalems den Palästinensern zurückgegeben werde.
Beobachter werteten die rege Teilnahme an der Kundgebung als Zeichen des großen Zuspruchs der Hamas unter den Bewohnern des Gazastreifens. Dies könnte sich bei der bevorstehenden Parlamentswahl als Problem für die Fatah-Bewegung des palästinensischen Präsidenten Abbas erweisen.
Die Hamas hat die Regierung wiederholt konkret herausgefordert und deren Anweisungen ignoriert. Bei der Kundgebung am Dienstag bekräftigte Hamas-Führer Mahmud Sahar, seine Organisation werde ihre Waffen keinesfalls niederlegen.
Bei Einbruch der Dunkelheit wurde vom Gaza-Streifen aus eine Granate auf israelisches Gebiet abgefeuert. Das Geschoss explodierte in der Nähe eines Militärstützpunkts. Über Verletzte lagen vorerst keine Berichte vor.
Gleichzeitig erschossen aber im Westjordanland israelische Soldaten einen Palästinenser. Der 19-Jährige sei an den Bauchverletzungen gestorben, die er durch die Schüsse erlitten habe, verlautete aus einem Krankenhaus in Hebron. Nach Angaben palästinensischer Sicherheitskräfte schossen israelische Soldaten in der Ortschaft Tafuh auf Demonstranten, die mit Steinen nach ihnen geworfen hatten. Dabei seien fünf weitere Palästinenser verletzt worden.(apa/red)
