Vor der Abreise: Bundespräsident Fischer erleichtert über Kompromiss vor UNO-Gipfel
- "Österreich wird weiterhin aktives Mitglied bleiben"
Bundespräsident Heinz Fischer hat sich erleichtert über den Durchbruch zu einem Kompromiss für die Schlusserklärung des UNO-Gipfels geäußert. "Österreich hat die Arbeit der Vereinten Nationen in den 50 Jahren unserer Mitgliedschaft immer ernst genommen. Auch wenn in der Praxis manches nicht perfekt sein mag, sind die Grundsätze der Vereinten Nationen, nämlich die friedliche Lösung von Konflikten, die Beachtung des Völkerrechts, der Multilateralismus und das Eintreten für die Entwicklung der ärmsten Staaten, wichtige und richtige Prinzipien", erklärte das Staatsoberhaupt laut einem Kommuniqué der Präsidentschaftskanzlei kurz vor seiner Abreise nach New York.
"In diesem Sinne enthält das Schlussdokument wichtige Ergebnisse. Natürlich darf nicht unerwähnt bleiben, dass sich Österreich in manchen Punkten zusätzliche Festlegungen und Ergebnisse gewünscht hätte. Die Frage einer Reform des Sicherheitsrates musste ebenso auf einen späteren Zeitpunkt vertagt werden, wie die Frage einer Reform des Managements im UN-Sekretariat. Positiv zu bewerten ist die beabsichtigte Einrichtung eines Menschenrechtsrates und einer Peace Building Commission", sagte der Bundespräsident.
"Österreich wird in wenigen Wochen den 50. Jahrestag unseres Beitritts zu den Vereinten Nationen im November 1955 feiern, und wir werden auch weiterhin ein aktives Mitglied der Vereinten Nationen bleiben und mit aller Kraft für den Gedanken eintreten, dass die Erhaltung des Friedens zu den wichtigsten Zielen der Vereinten Nationen gehört, und dass Völkerrecht und Rechtsstaatlichkeit auch im internationalen Bereich durchgesetzt werden müssen", schloss der Bundespräsident, der während seines New Yorker Aufenthalts auch zahlreiche bilaterale Gespräche führen wird. (apa/red)
