Montag, 12. September 2005

Die Natur schlägt zurück: Taifun "Khanun" hinterließ in China eine Spur der Verwüstung

  • Mindestens 14 Todesopfer, viele Menschen vermisst

Der Taifun "Khanun" hat an der Ostküste Chinas mindestens 14 Menschen das Leben gekostet und rund 7.500 Häuser dem Erdboden gleich gemacht, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Mehrere Menschen wurden noch vermisst.

Betroffen war vor allem die Küstenstadt Taizhou 250 Kilometer südlich von Schanghai. Ihr brachte der Taifun sintflutartige Regenfälle. Auf dem Flughafen von Schanghai wurden am Montagvormittag dutzende Flüge abgesagt, Schulen blieben geschlossen.

Der wirtschaftliche Schaden in der Provinz Zhejiang wurde auf 6,89 Milliarden Yuan (683 Millionen Euro) geschätzt, wie Xinhua unter Berufung auf die örtlichen Behörden berichtete. Bis zum Montagvormittag hatte sich "Khanun" zu einem tropischen Sturm abgeschwächt. Wegen schwerer Regenfälle, die in den kommenden Tagen erwartet wurden, warnten die Behörden vor möglichen Erdrutschen.

Entlang der Küste waren wegen "Khanun" am Sonntag rund 814.000 Menschen in Sicherheit gebracht worden, mehr als 35.000 Schiffe kehrten in die Häfen zurück. In Zhejiang laufen noch die Aufräumarbeiten nach dem Durchzug des Taifuns "Talim", bei dem Anfang des Monats in Zentral- und Südostchina mindestens 95 Menschen ums Leben kamen. (apa/red)

12.9.2005 09:49