Samstag, 17. September 2005

"Fürchtet Euch nicht - KPÖ": Liste Kaltenegger gegen Kommunisten-Hysterie

  • "Schauen schon lange nicht mehr nach Osten"

Der steirische KPÖ-Landesparteisekretär Franz Stephan Parteder bezog am Samstag gegen die in den vergangenen Tagen in der Steiermark vor allem von ÖVP, FPÖ, BZÖ und Liste Hirschmann betriebene "Kommunisten-Hysterie" Stellung: ""Wir weisen aus aktuellem Anlass darauf hin, dass noch Ansteckknöpfe und Aufkleber mit dem Schriftzug "Fürchtet Euch nicht - KPÖ" zu haben sind", so Parteder. Er könne sich nur wundern, dass "an sich vernünftige Menschen wie Reinhold Lopatka, Hermann Schützenhöfer, Andreas Schnider oder Christopher Drexler bei ihre Angriffen auf KPÖ-Stadtrat Ernest Kaltenegger jedes Maß" verlören.

Der von Steiermarks ÖVP-Klubchef Drexler ausgerufene Slogan "Jagd auf Roter Oktober" erinnere Parteder an seine Jugendzeit: "Im Jahr 1966 hat die ÖVP mit dem Slogan 'Die rote Volksfront droht' eine Nationalratswahl gewonnen". Fast 40 Jahre später versuche die steirische Volkspartei mit der Warnung vor einer "rot-roten Steiermark" eine Niederlage bei der Landtagswahl abzuwenden.

Parteder frage sich, "was es soll, dass die VP in ihrer am Samstag erschienen Parteizeitung neun Seiten der KPÖ widmet. Jeder kann sich davon überzeugen, dass wir in der Oststeiermark keine Kolchosen einrichten werden, wenn die KPÖ in den Landtag einzieht." Man solle außerdem nicht vergessen, dass kommunistische Regionalpolitik in West- und Südeuropa jahrzehntelange Tradition habe. Der Bürgermeister der französischen Hafenstadt Calais sei Kommunist, die Region Apulien werde von einem Kommunisten regiert. "In Portugal, Griechenland und Zypern gibt es starke kommunistische Parteien und die Welt ist trotzdem nicht untergegangen", sagte der Landessekretär.

"Wir von der steirischen KPÖ schauen schon lange nicht mehr nach Osten", so Parteder, wir kümmern uns in der Steiermark um die Probleme jener Menschen, denen es nicht so gut geht".

(apa/red)

17.9.2005 10:44