ÖBWP stellte ihren Spitzenkandidaten vor: Hebenstreit hofft auf vier bis fünf Prozent!
- Partei will mit "gewaltigem Ideenkatalog" antreten
Die Österreichische Bürger- und Wirtschaftspartei (ÖBWP) tritt bei der Landtagswahl im Burgenland in sechs Bezirken an. Bei einer Pressekonferenz in Donnerskirchen präsentierte Bundesparteiobmann Adam Galirow den Spitzenkandidaten Viktor Hebenstreit. Der Mattersburger Unternehmer meinte, er erwarte sich ein Wahlergebnis von "vier bis fünf Prozent". Überzeugen möchte er mit einem Parteiprogramm unter dem Motto "Wahrung der Bürgerrechte".
Die ÖBWP trete mit einem "gewaltigen Ideenkatalog" an, so Galirows Stellvertreter Rudolf Hojna-Leidolf, der ankündigte, "noch mit interessanten Vorschlägen" zu kommen. Die im Juli 2004 gegründete Partei will eine Vielzahl von Themen abdecken: Der Bogen reiche von Arbeitslosigkeit über Jugend, Armut und Analphabetismus, Sicherheit bis hin zu Jungunternehmern und EU samt Förderungen. Konkrete Details waren der Parteispitze aber vorerst nicht zu entlocken.
"Wenn Betriebe Förderungen bekommen, gehören sie gezwungen, dass sie auch im Land bleiben", meinte Hojna-Leidolf etwa zum Thema Betriebsansiedelungen. In Gesprächen mit burgenländischen Bürgern habe man auch festgestellt, dass Unternehmen "Angst" hätten, Lehrlinge einzustellen. Dabei schlug er eine Kooperation mit dem Arbeitsmarktservice vor, um für Jugendliche einen "Vorarbeitsplatz" zu schaffen.
Eine Möglichkeit für leere Bundesheer-Kasernen noch Verwendung zu finden, wäre laut Hojna-Leidolf, Büroräumlichkeiten für Jungunternehmern zu schaffen. Die "freien Kapazitäten" in den Finanzämtern könnten seiner Meinung nach dazu verwendet werden, Klein- und Mittelbetrieben günstig die Buchhaltung zu erledigen.
Wer hinter der Partei- und Wahlkampagnen-Finanzierung steht, wollte man nicht bekannt geben. Sollte es am 9. Oktober nicht mit dem Landtag klappen, "kämpfen wir natürlich weiter", so Hebenstreit. Adam Galirow will auch bei der kommenden Nationalratswahl kandidieren. (apa)
