Nach dem Abtritt als FPOÖ-Landesobmann: Günther Steinkellner geht nicht zum BZÖ!
- Brunmair und Moser halten ihre Entscheidungen offen
·FPOÖ: Parteichef Steinkellner tritt ab
Abgeordnete Walch und Brunmair gehen ebenfalls
Günther Steinkellner, der am vergangenen Dienstag abgetretene Landesobmann der oberösterreichischen Freiheitlichen, wird nicht zum BZÖ wechseln. Seine Landtags- und Parteikollegen Josef Brunmair und Helga Moser halten sich dagegen ihre Entscheidung offen. Das berichten die "Oberösterreichischen Nachrichten" (OÖN) in ihrer Samstag-Ausgabe.
Rund 500 Mitglieder habe das BZÖ laut seiner Sprecherin Isolde Brunmair derzeit in Oberösterreich. Gehe es nach Brunmair, sollte es demnächst neue, prominente Mitstreiter geben. "Wir werden Gespräche mit Günther Steinkellner und seinem Landtagsklub aufnehmen, weil dort sehr gute Arbeit geleistet wird", zitieren die OÖN Brunmair. Mit dem diese Woche erfolgten Richtungswechsel in der FPOÖ durch den neuen Obmann Lutz Weinzinger, der die Partei ja wieder an die Strache-FP angliedern will, rechne sich das BZÖ realistische Chancen aus, die Kritiker einer solchen Linie für sich gewinnen zu können. Bei ihrem Gatten, dem Landtagsabgeordneten Josef Brunmair, dürfte Isolde Brunmair bereits Überzeugungsarbeit geleistet haben. Er sagt in dem Bericht: "Ich habe nie ein Hehl daraus gemacht, dass ich die Arbeit des BZÖ auf Bundesebene von der ersten Stunde an unterstützt habe." Ob er selbst nun auch offiziell zum BZÖ wechseln wird, kommentiere Brunmair so: "Wenn ich einen solchen Schritt setze, werden das zuerst die Betroffenen erfahren und erst dann die Öffentlichkeit."
Auch bei der Landtagsabgeordneten Helga Moser gebe es immer wieder Gerüchte, dass ihr Übertritt zum BZÖ kurz bevorstehe. "Ich werde immer in Sippenhaftung genommen, weil mein Sohn beim BZÖ engagiert ist", sagt Moser. Doch so lange beim Landesparteitag im Jänner keine Abstimmung über die Rückführung der FPOÖ zur Bundespartei erfolgt sei, "sehe ich mich nicht gezwungen, mich mit einem etwaigen Wechsel auseinanderzusetzen", sagt Moser.
Klubchef Günther Steinkellner hingegen schließe seinen Übertritt zum BZÖ dezitiert aus: "Nach den Landtagswahlen in Wien, der Steiermark und dem Burgenland wird man erkennen, dass die Trennung in BZÖ und FPÖ nur zu einer Schwächung des freiheitlichen Lagers geführt hat." Er arbeite weiter an einer Zusammenführung beider Parteien, so utopisch diese Vorstellung auch klingen möge. Davon abgesehen freue sich Steinkellner, "dass man mich beim BZÖ schätzt, aber das tun auch viele Freiheitliche".
(apa/red)
