Österreichischer National-Circus nach Deutschland verkauft: Käufer unbekannt!
- Auch über den Preis wurde Stillschweigen vereinbart
Der österreichische National-Circus, zuletzt geführt von Direktor Louis Knie, ist nach Deutschland verkauft worden. Das erklärte der Direktor der Raiffeisen-Bezirksbank (RBB) St. Veit/Glan, Hermann Ehgarter, am Freitag gegenüber der APA. Sowohl über die Identität des Käufers als auch über den Preis sei Stillschweigen vereinbart worden.
Der Zirkus war Ende August in Innsbruck gestrandet, das geplante Gastspiel konnte mangels Bewilligung nicht stattfinden. Knie wollte auch da noch nicht aufgeben, er kündigte neue Konzepte und eine Weiterführung des Zirkus an. Doch die RBB St. Veit als Eigentümer spielte nicht mehr mit. Ehgarter kündigte an, den Zirkus veräußern zu wollen, die Verhandlungen zogen sich bis Mitte September hin.
"Verkauft wurden die Markenrechte, die Tiere und das gesamte Inventar", sagte Ehgarter. Der vereinbarte Kaufpreis sei bei seinem Institut bereits eingelangt, nun könne man einen Schlussstrich unter das Kapitel ziehen. "Ich bin sehr froh, dass diese Geschichte ausgestanden ist", meinte der Bankdirektor. Wie viel Geld die RBB bei dem Zirkusabenteuer, das der frühere Vorstand dem Haus beschert hat, verloren hat, darüber wird geschwiegen. (apa)
