Mittwoch, 14. September 2005

Immer weniger Eierproduzenten: Eierpreise
steigen in nächsten Wochen um 10 bis 15%

  • Preiserhöhungen sollen alle Qualitätsstufen treffen

Die Preise für Eier könnten bald steigen: In zwei bis drei Wochen sollen Eier um 10 bis 15 Prozent teurer werden, schätzt Richard Franta vom Bundesgremium des Agrarhandels in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Die Preiserhöhungen betreffen alle Qualitätsstufen - also Freiland-, Boden- und Käfigeier.

Zurückzuführen sei die Verteuerung bei Eiern vor allem auf eine rückläufige Eierproduktion auf Grund der neuen gesetzlichen Bestimmungen, die die Pflicht zur Umstellung von Käfighaltung auf Boden- und Freilandhaltung bis spätestens 1. Jänner 2009 vorschreiben, heißt es in einer Aussendung von heute, Mittwoch.

Verknappt werde das Angebot an Hühnereiern auch dadurch, dass zuletzt viele Produzenten auf Grund das massiven Preisdrucks in den vergangenen Jahren aufgegeben haben. In Summe sei die Produktionsmenge in den vergangenen Jahren zwischen 15 und 20 Prozent gesunken.

Für die Bauern habe sich die Situation auch durch Preissteigerungen auf Erzeugerebene um bis zu 25 Prozent und durch die steigenden Transportkosten ausgelöst durch die hohen Treibstoffpreise verschärft, so die WKÖ.

Die Versorgung des österreichischen Marktes sei jedoch nach wie vor nicht gefährdet, betonte der Agrarhandel. (apa)

14.9.2005 15:07