Donnerstag, 8. September 2005

Commander rollt ab 06 in Graz vom Band: Für Fertigung wurden 9 Mio. Euro investiert

  • 80 neue Arbeitsplätze bei Magna Steyr geschaffen
  • Präsentiert wird der neue Jeep auf der IAA 2005

Magna Steyr baut ab Jänner 2006 ein weiteres - das mittlerweile sechste - Nischenmodell für den DaimlerChrysler-Konzern, den Jeep Commander. Der "Bruder" des Jeep Grand Cherokee, wie der Commander am Donnerstag bei der Präsentation genannt wurde, wird in verschiedenen Versionen die ganze Welt - ausgenommen Nordamerika - distribuiert.

Durch den Auftrag werden bei Magna Steyr Graz zusätzlich 80 Arbeitsplätze geschaffen. Wie die Geschäftsführerin von DaimlerChrysler Management Austria, Brenda Mueller, erklärte, werden viele Teile des Siebensitzers aus Europa kommen: Für die in Graz gefertigte Modell-Palette mit insgesamt 7.400 Bauteilen habe man 90 Lieferanten aus 15 EU-Ländern, bei denen man für 700 Mio. Euro im Jahr einkaufe. 26 Prozent kommen aus Österreich, davon 90 Prozent aus der Steiermark.

Präsentation auf der IAA
Einer breiteren Öffentlichkeit wird der Commander kommenden Woche auf der IAA in Frankfurt vorgestellt. Wie der Grand Cherokee ist er mit einem 5,7 Liter Hemi V8-Motor mit Zylinderabschaltung, einem 4,7 Liter V8 und einem 3,0 Liter-Turbodiesel ausgestattet und wird in einer Rechts- und einer Linkslenker-Version gebaut. Das neue Modell wird in die bestehende Fertigung bei laufender Produktion - derzeit 450 Fahrzeuge in einem Drei-Schicht-Betrieb - integriert, kündigte Magna Steyr-Vorstandsvorsitzender Manfred Remmel an. Von Chrysler und Magna Steyr seien bereits 9 Mio. Euro für Ausrüstung und Werkzeuge für den Commander investiert worden.

2004 Produktion von 227.000 Fahrzeugen
Angaben über Stückzahlen, Auftragsvolumina und Preis wurden keine gemacht. Man werde flexibel agieren und je nach Nachfrage innerhalb der sechs Modelle variieren, meinte Mueller lediglich. Zur Dauer des Auftrags sagte sie, es umfasse einen normalen Modell-Zyklus, also etwa fünf bis sechs Jahre. Magna Steyr ist seit 1992 OEM-Vertragspartener für DaimlerChrysler. 2004 wurden im Werk Graz-Thondorf von rund 9.000 Mitarbeitern mehr als 227.000 Fahrzeuge produziert. (APA/red.)

8.9.2005 12:34