Dienstag, 6. September 2005

Weltweit steigende Ölpreise: Österreich ist weniger davon betroffen als andere Länger

  • 2004 nur 0,7% des BIP für Ölimporte ausgegeben
  • Südkorea Spitzenreiter, EU-weit Belgien am teuersten

Der hohe Rohölpreis trifft Österreich nach Angaben des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) deutlich weniger hart als die meisten anderen Industriestaaten. 2004 hat Österreich lediglich 0,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für seine Netto-Rohölimporte ausgegeben, teilte das IW in Köln mit.

Deutschland und Frankreich sind dagegen mit jeweils 1,1 Prozent des BIP schon stärker betroffen, in noch höherem Ausmaß zum Beispiel Italien mit 1,4 Prozent, Tschechien mit 1,5 Prozent und die Niederlande mit 2,3 Prozent. Unter den EU-Staaten investierte Belgien am meisten in Ölimporte: Brüssel gab 2,5 Prozent seiner Wirtschaftsleistung dafür aus. Südkorea rangiert in dem IW-Vergleich mit 4,4 Prozent international an der Spitze.

In den USA - dem mit Abstand größten Ölverbraucher weltweit - und in Japan sind es 1,2 Prozent. Auch Spanien mit 1,5 Prozent oder Schweden mit 1,6 Prozent liegen mit ihren prozentualen Ausgaben für Rohölimporte spürbar höher als Österreich. Australien dagegen musste im Vorjahr nur 0,2 Prozent seiner Wirtschaftskraft für Ölimporte aufwenden, geht aus den vom IW aufbereiteten Daten der Internationalen Energie-Agentur (IEA) und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor. (apa)

6.9.2005 12:00