Mittwoch, 7. September 2005

Gondelfahrt in den Tod

Das Drama von Sölden: Neun Menschen – darunter sechs Kinder – verloren nach einem herrlichen Gletscher-Skitag bei der Gondelfahrt ins Tal ihr Leben. NEWS recherchierte die Hintergründe des Unglücks.

Montag, 5. September 2005, Sölden in Tirol. Ein wunderschöner Spätsommertag. Der Himmel wolkenlos, die Luft klar. Traumhaftes Gletscher-Skiwetter.

Die Opfer: deutsche Urlauber. Hunderte Touristen befinden sich in der Region. Um zu wandern, einfach nur die Natur zu genießen – oder Ski zu fahren. Wie die Mitglieder jener beiden deutschen Sportclubs, die am vergangenen Wochenende angereist waren. Wie schon die Jahre davor wollten sie auch heuer wieder ihre letzte Sommerferienwoche im Ötztal verbringen. Das Lebensziel der ambitionierten Jungskistars: fast so wie ihr Idol Hermann Maier über die Pisten zu wedeln.

Und dann, schon an ihrem ersten Trainingstag, geschieht die Tragödie. Ohne Vorwarnung, so plötzlich. „Dabei“, schluchzt ein 13-jähriger Bub aus Baden-Württemberg, „hatte doch alles so toll begonnen …“

12.45 Uhr. Die Bergstation der Schwarze-Schneid-Bahn. Dutzende Wintersportler, darunter eben auch die zwei Gruppen aus München und dem Schwarzwald, stehen an der Trasse und besteigen nach einem Vormittag auf dem Gletscher die Gondeln. Ein Mitglied der Skigruppe: „Wir waren guter Laune – den ganzen Vormittag, so lange es die Schneeverhältnisse zuließen, waren wir ja Ski fahren, alles ist wunderbar gewesen, die Pisten, die Sonne, und nun wollten wir ins Tal zurück.“

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7.9.2005 16:24