Sonntag, 11. September 2005

Nach Übernahme durch UniCredit: Randa befürchtet rasche Zerschlagung der HVB

  • Mitarbeiterzahl "in zwei bis drei Jahren" halbiert
  • Aufsichtsrat hatte gegen Übernahme gestimmt

HypoVereinsbank-Aufsichtsrat Gerhard Randa befürchtet nach der Übernahme durch UniCredit eine rasche Zerschlagung der HVB und einen Stellenkahlschlag. Der frühere Bank- Austria-Chef habe in einer Stellungnahme zur Aufsichtsratssitzung im August die Übernahme als "unheilvollen Deal" bezeichnet, berichtet das deutsche Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

In zahlreichen Arbeitsgruppen werde bereits intensiv an einer Zerschlagung der HVB gearbeitet, erklärte Randa laut dem Bericht. Man könne davon ausgehen, dass von den rund 26.000 HVB-Mitarbeitern in Deutschland "in zwei bis drei Jahren nicht viel mehr als die Hälfte übrig sein werden".

Randa hatte nach dpa-Informationen ebenso wie Aufsichtsratschef Albrecht Schmidt und vier Arbeitnehmervertreter im August gegen eine Empfehlung der Übernahme gestimmt. Der frühere Bank-Austria-Chef kündigte zudem an, seine eigenen HVB-Aktien nicht gegen UniCredit- Anteilsscheine tauschen zu wollen.(apa/red)

11.9.2005 09:50

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